Kretschmer fordert Rückkehr zu russischem Gas – und widerspricht der EU-Strategie
Hagen SieringKretschmer: EU-Entscheidung zum russischen Gas ein Fehler - Kretschmer fordert Rückkehr zu russischem Gas – und widerspricht der EU-Strategie
Kretschmer: EU-Entscheidung zu russischem Gas ist ein Fehler
Kretschmer: EU-Entscheidung zu russischem Gas ist ein Fehler
Kretschmer: EU-Entscheidung zu russischem Gas ist ein Fehler
- Dezember 2025, 14:06 Uhr
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) fordert Europa auf, seine Energiebeziehungen zu Russland neu zu überdenken. Er plädiert dafür, dass nach einem Ende der Kampfhandlungen in der Ukraine wieder russisches Gas nach Europa fließen sollte. Damit stellt er sich gegen die aktuelle EU-Strategie, die bis 2027 vollständig auf Gasimporte aus Russland verzichten will.
Kretschmer kritisiert seit Langem den Plan der EU, sich bis 2027 vollständig von russischem Gas zu lösen. Die Entscheidung sei falsch und sogar "reine Symbolpolitik", so der Ministerpräsident. Besonders verweist er auf die ökologischen Folgen: Flüssigerdgas (LNG) als Alternative habe einen deutlich größeren CO₂-Fußabdruck als Pipeline-Gas aus Russland.
Die Debatte zeigt die Spannungen zwischen regionaler und europäischer Energiepolitik. Während Kretschmer unter Bedingungen eine Rückkehr zu russischen Gasimporten fordert, hält die EU an ihrer langfristigen Strategie fest. Bisher bleibt Brüssel bei dem Ziel, bis 2027 unabhängig von russischem Gas zu werden – und lässt Sachsens Regierungschef mit seiner Forderung nach einem anderen Kurs allein.