Lebenslänglich für DigDat: Vom Rasen ohne Führerschein zur tödlichen Schießerei
Hagen SieringFahren ohne Führerschein - Rapper muss ins Gefängnis - Lebenslänglich für DigDat: Vom Rasen ohne Führerschein zur tödlichen Schießerei
Der britische Rapper DigDat ist wegen einer Schießerei in Westlondon im Jahr 2023 zu einer lebenslangen Haftstrafe mit einer Mindestverbüßungsdauer von 24 Jahren verurteilt worden. Das Urteil fiel am 27. Januar 2026 am Central Criminal Court in London. Unabhängig davon verhängte kürzlich ein deutsches Gericht eine zusätzliche Haftstrafe wegen Verkehrsdelikten und Widerstands gegen die Staatsgewalt.
Die juristischen Probleme des Rappers begannen im Juli 2022, als er in Hamburg ohne 'Führerschein Klasse B' am Steuer erwischt wurde. Laut Polizei raste er mit bis zu 120 km/h durch eine 50er-Zone, überfuhr eine rote Ampel und flüchtete schließlich zu Fuß, nachdem er das Fahrzeug verlassen hatte. Später wurde er wegen Widerstands bei der Festnahme verurteilt.
Im September 2023 verurteilte ihn das Amtsgericht Hamburg zu einem Jahr Haft ohne Bewährung für diese Straftaten. Obwohl er Berufung einlegte, bestätigte das Landgericht das Urteil und verlängerte die Strafe auf ein Jahr und sieben Monate. In die Entscheidung floss zudem ein früheres Urteil des Amtsgerichts Reinbek ein, das ihn wegen vierfachen Fahrens ohne 'Führerschein Klasse B' schuldig gesprochen hatte.
Die Gesamtstrafe ergab sich nach weiteren Anklagepunkten. Die Behörden entdeckten bei ihm verbotene Dopingsubstanzen, was seine Liste der Verurteilungen verlängerte. Unterdessen sah er sich im Vereinigten Königreich weitaus schwerwiegenderen Vorwürfen gegenüber: Im November 2023 soll er aus einem gestohlenen Auto geschossen haben. Das Londoner Gericht sprach ihn vergangene Woche schuldig und verhängte eine lebenslange Freiheitsstrafe mit einer Mindesthaftdauer von 24 Jahren ohne Möglichkeit auf vorzeitige Entlassung.
DigDat muss nun im Vereinigten Königreich eine lebenslange Haftstrafe antreten, während in Deutschland eine kürzere Freiheitsstrafe vollstreckt wird. Die Urteile decken ein breites Spektrum an Straftaten ab – von gefährlichem Fahren bis hin zu schwerer Gewaltkriminalität. Ob sein Verteidigungsteam weitere Rechtsmittel einlegen wird, ist bisher nicht bekannt.






