Leipziger Buchmesse sagt Lesung mit Maximilian Krah wegen Sicherheitsrisiken ab
Hagen SieringLeipziger Buchmesse sagt Lesung mit Maximilian Krah wegen Sicherheitsrisiken ab
Leipziger Buchmesse sagt Veranstaltung mit Maximilian Krahs Roman Die Reise nach Europa ab
Die Leipziger Buchmesse hat eine geplante Lesung zu Maximilian Krahs Roman Die Reise nach Europa aus Sicherheitsbedenken abgesagt. Die Veranstalter begründeten die Entscheidung mit dem Risiko von Auseinandersetzungen zwischen gegnerischen politischen Gruppen. Trotz der Beteuerungen des Verlages, das Buch sei völlig unpolitisch, blieb die Absage bestehen.
Ursprünglich für den 21. März – etwa vier bis fünf Wochen vor Messebeginn – bestätigt, wurde die Veranstaltung im Rahmen des überarbeiteten Sicherheitskonzepts der Buchmesse bereits zehn Tage später verboten. Die Behörden kamen zu dem Schluss, dass die Zusammenkunft ein erhebliches Risiko darstelle, was entweder zur Absage oder Verlegung führte.
Als entscheidenden Faktor nannten die Verantwortlichen der Leipziger Buchmesse frühere umstrittene Auftritte Krahs. Seine Geschichte provokanter Äußerungen hatte in der Vergangenheit bereits für Spannungen innerhalb der AfD gesorgt, darunter seine Absetzung als Spitzenkandidat für die Europawahl 2024 im Zuge eines Korruptionsskandals. Zwar zog Krah später als Abgeordneter in den Bundestag (2025–2029) ein, doch wurde ihm im September 2025 die Immunität entzogen. Zudem geriet er wegen mutmaßlicher Spionageverbindungen in die Kritik – ein ehemaliger Mitarbeiter stand im Verdacht, Kontakte zur Kommunistischen Partei Chinas zu unterhalten.
Verleger Ledio Albani argumentierte, Krah habe sich seit 2025 von völkischem Gedankengut distanziert. Zudem betonte er, Die Reise nach Europa – ein Reisebericht über Themen wie Zugehörigkeit und Einheit – verfolge keinerlei politische Absicht. Dennoch fanden die Veranstalter keine tragfähige Alternative für die Ausrichtung der Lesung.
Die Absage reiht sich in eine Serie sicherheitsbedingter Einschränkungen auf der Leipziger Buchmesse ein. Krahs umstrittene Vergangenheit und die Gefahr möglicher Unruhen führten letztlich zu dieser Entscheidung. Ob der Verlag die Veranstaltung an anderem Ort nachholen wird, blieb bisher offen.






