17 January 2026, 19:23

Leipziger Palästina-Demo ändert Route nach Absprachen mit der Stadt

Eine große Gruppe von Menschen geht eine von Bäumen gesäumte Straße in Berlin entlang, einige halten Kameras, mit einem Gebäude im Hintergrund und einem klaren Himmel darüber.

Palästinensischer Protest kommt nicht durch Connewitz - Leipziger Palästina-Demo ändert Route nach Absprachen mit der Stadt

Leipziger Palästina-Solidaritätsdemo ändert Route nach Absprachen mit der Stadt

Die geplante pro-palästinensische Demonstration in Leipzig wird nach Gesprächen mit Stadtvertretern eine geänderte Strecke nehmen. Der Marsch beginnt nun am Connewitzer Kreuz, führt über die Karl-Liebknecht-Straße und endet am Augustusplatz. Zunächst hatten die Veranstalter behauptet, die Änderung sei auf ein Verbot zurückzuführen, doch die Behörden bestätigten, sie sei Ergebnis gemeinsamer Beratungen.

Durch die Umleitung wird die Demonstration von mehreren angemeldeten Gegenprotesten in der Nähe des Connewitzer Kreuzes ferngehalten. Für Samstag sind in der Gegend acht Versammlungen geplant, darunter drei zentrale Veranstaltungen: „Kein Frieden mit Antisemitinnen“ (11:00–12:45 Uhr, ca. 300 Teilnehmer), „Gegen jeden Antisemitismus“ (12:00–18:00 Uhr, ca. 150 Teilnehmer) sowie eine Kundgebung des „Bündnisses israel-solidarischer Gruppen“ ab Mittag. Alle angemeldeten Zusammenkünfte finden am Tage statt; für den 17. Januar 2026, 1:00 Uhr, sind keine Aktivitäten vorgesehen.

Die Polizei bereitet sich unterdessen auf einen Großeinsatz vor – auch vor dem Hintergrund von Warnungen des sächsischen Verfassungsschutzes. Die Behörden rechnen mit erhöhten Spannungen und möglichen Störungen. Die neue Route soll das Risiko direkter Auseinandersetzungen zwischen den verfeindeten Lagern verringern. Ursprünglich sollte der pro-palästinensische Marsch durch Connewitz führen. Die Anpassung ist Teil der Bemühungen, die öffentliche Sicherheit an einem Tag mit konkurrierenden Demonstrationen zu gewährleisten.

Die geänderte Strecke hält die Palästina-Demo räumlich von den Gegenprotesten getrennt. Veranstalter und Behörden einigten sich auf die Modifikationen, um Konflikte zu entschärfen. Die Polizei bleibt in erhöhter Alarmbereitschaft, während sich am Samstag in Leipzig mehrere Gruppen versammeln werden.