Linkspartei fordert Schutz für venezolanische Geflüchtete nach Maduros Sturz
Margot RudolphLinks: Schutz für venezolanische Flüchtlinge - Linkspartei fordert Schutz für venezolanische Geflüchtete nach Maduros Sturz
Die Linkspartei im sächsischen Landtag fordert stärkere Schutzmaßnahmen für venezolanische Geflüchtete. Dies folgt auf die Festnahme des ehemaligen Präsidenten Nicolás Maduro durch das US-Militär am 3. Januar 2026. Die Partei verurteilte zudem das Vorgehen der USA in Venezuela als Bruch des Völkerrechts.
Maduros Herrschaft war von Gewalt und Unterdrückung geprägt. Berichten zufolge ließ er Regimegegner erschießen, inhaftierte politische Gegner und ging gezielt gegen queere Gemeinschaften vor. Unter seiner Führung verschärfte sich die Armut in Venezuela dramatisch.
Die venezolanische Gemeinschaft in Sachsen, die etwa 9.000 Menschen umfasst, zeigte sich erleichtert über Maduros Sturz. Die meisten leben derzeit nur mit einer Duldung in Deutschland. Sachsen ist für die Erstaufnahme venezolanischer Geflüchteter im gesamten Bundesgebiet zuständig.
Nam Duy Nguyen, Politiker der Linkspartei in Sachsen, betonte, seine Partei stehe nicht hinter Maduro. Dessen Politik habe nie dem venezolanischen Volk gedient. Gleichzeitig kritisierte die Linkspartei die US-Militäraktion als völkerrechtswidrig.
Für US-Präsident Donald Trump steht bei seinem Engagement in Venezuela vor allem das Öl im Fokus – das Land verfügt über die größten Reserven der Welt. Geplant sind der Wiederaufbau der Ölinfrastruktur durch US-Unternehmen, mögliche Subventionen und die Kontrolle über die Förderung. Viele Regierungen und Experten verurteilten den Militäreinsatz als Verstoß gegen das Völkerrecht.
Die Linkspartei drängt nun auf einen vollständigen Stopp von Abschiebungen venezolanischer Geflüchteter. Die Forderung kommt nach Maduros Festnahme und angesichts der unklaren Lage in Venezuela. Die Partei besteht darauf, dass Menschen auf der Flucht Schutz und Sicherheit erhalten müssen.