Lothar Matthäus' fast-Wechsel zu Real Madrid: Warum der Traum 1991 platzte
Hagen SieringLothar Matthäus' fast-Wechsel zu Real Madrid: Warum der Traum 1991 platzte
Lothar Matthäus stand einmal kurz vor einem spektakulären Wechsel zu Real Madrid. Der Transfer platzte 1991 in letzter Minute, nachdem Inter Mails Präsident eingriff. Die deutsche Fußballlegende gab später zu, es bereut zu haben, die Chance verpasst zu haben, für die spanischen Giganten zu spielen.
Real Madrid hatte Matthäus Anfang der 1990er Jahre fest im Visier. Der Klub soll angeblich 18 Millionen D-Mark für seine Verpflichtung geboten haben. Doch Inter Mails Präsident Ernesto Pellegrini weigerte sich, den Abgang des Mittelfeldspielers zuzulassen, und verglich ihn mit einem "Picasso" – zu wertvoll, um ihn herzugeben.
Die Vereinbarung war bereits so gut wie unter Dach und Fach, als Pellegrini den Deal blockierte. Die Spannungen zwischen den beiden Vereinen waren ohnehin bereits durch den chilenischen Stürmer Iván Zamorano angespannt, was die Verhandlungen zusätzlich erschwerte. Matthäus, der 1988 für über 8 Millionen D-Mark (heute etwa 4 Millionen Euro) von Bayern München zu Inter gewechselt war, blieb schließlich in Italien.
Seine Karriere führte ihn 1992 zurück zum FC Bayern, doch der Triumph in der Champions League blieb ihm zeitlebens verwehrt. Trotz zweier Finalteilnahmen – 1987 und 1999 mit Bayern – konnte er den Pokal nie in die Höhe stemmen. Diese Lücke bleibt ein markanter Makel in seiner ansonsten mit Titeln gespickten Laufbahn.
Matthäus' Traum von einem Wechsel zu Real Madrid erfüllte sich nie, und auch der Champions-League-Titel blieb außer Reichweite. Sein fast vollzogener Transfer zählt zu den großen "Was-wäre-wenn"-Geschichten des Fußballs. Die Entscheidung, seinen Abgang zu verhindern, hinterließ Spuren in seiner Karriere.






