12 February 2026, 16:58

Mainzer Fastnacht 2026: Erste Protokollchefin bricht mit 200-jähriger Tradition

Ein Plakat, das ein Festival in München, Deutschland, ankündigt, mit einem Bild einer Frau mit menschlichem Gesicht, umgeben von anderen Menschen und Bäumen, mit Text.

Frauen-Debüt bei "Mainz bleibt Mainz" - Mainzer Fastnacht 2026: Erste Protokollchefin bricht mit 200-jähriger Tradition

Die Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht-Sitzung von 2026 brach mit einer fast 200-jährigen Tradition: Erstmals übernahm mit Christina Grom eine Frau das Amt der Protokollchefin der berühmten Fastnachtsveranstaltung. Grom leitete den protokollarischen Ablauf der Meenzer Faschingssession und setzte damit ein historisches Zeichen. Mit beißendem Spott nahm sie dabei auch prominente Persönlichkeiten ins Visier – darunter Bundeskanzler Friedrich Merz und den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump.

Grom prägte den Abend mit ihrem scharfen Humor. So scherzte sie, der Himmel solle die Gutenberg-Bibel nutzen, um Donald Trumps Ego "luftleer zu pumpen". Auch Kanzler Merz und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder mussten sich ihre pointierten Spitzen gefallen lassen.

Auf der Bühne kehrten bewährte Gesichter zurück: Jürgen Wiesmann gab zum 25. Mal den beliebten Karnevalscharakter Ernst Lustig. Andreas Schmitt, der 2025 aus gesundheitlichen Gründen pausiert hatte, schloss die Veranstaltung als "Hoher Altardiener" des Mainzer Doms ab. In einem verspielt-ironischen Moment richtete er Grußbotschaften an den fiktiven Papst Leo XIV. – verbunden mit dem Appell, in Sachen Gleichberechtigung in der katholischen Kirche voranzukommen.

Die Session 2026 stach nicht nur durch ihren Witz hervor, sondern auch durch den historischen Führungswechsel: Groms Rolle als Protokollchefin beendete eine fast zwei Jahrhunderte währende männliche Dominanz in der protokollarischen Leitung der Veranstaltung.

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Die Mischung aus Satire und Tradition sorgte für Aufmerksamkeit, wobei Groms Ernennung als Meilenstein galt. Ihre politischen Spitzen bereicherten die lebendige Atmosphäre, während Schmitts Schlussworte für einen heiteren Ausklang sorgten. Die Ausgabe 2026 wird sowohl für ihren Humor als auch für den Bruch mit einer langjährigen Konvention in Erinnerung bleiben.