Minister sieht Sachsens Bio-Landwirtschaft bereit für Nachfrage
Ökolandbau in Sachsen bereit für steigende Nachfrage
Teaser: Georg-Ludwig von Breitenbuch betont die Bedeutung des Ökolandbaus für Sachsen. Der Freistaat ist gut aufgestellt, um die wachsende Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln zu bedienen, und fördert die regionale Wertschöpfung.
Veröffentlichungsdatum: 12. November 2025, 01:34 Uhr
Artikeltext: Der Ökolandbau in Sachsen hat in den vergangenen zehn Jahren einen rasanten Aufschwung erlebt. Zwischen 2015 und 2024 stieg die ökologisch bewirtschaftete Fläche um 140 Prozent auf 89.453 Hektar an. Mittlerweile werden rund zehn Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche nach Bio-Richtlinien bewirtschaftet – mit weiter steigender Tendenz für die kommenden Jahre.
Besonders dynamisch entwickelte sich der Ökolandbau in den letzten Jahren: Allein von 2020 bis 2024 wuchs die ökologisch bewirtschaftete Fläche um 23,4 Prozent. Dieser Trend beschränkt sich nicht auf Ackerbau, sondern erstreckt sich auch auf den Weinbau, wo mittlerweile fast 20 Prozent der Rebflächen ökologisch bewirtschaftet werden.
Die sächsische Landesregierung hat diese Entwicklung aktiv unterstützt. Finanzielle Hilfen erleichtern Landwirt:innen den Umstieg auf ökologische Methoden, während das 2021 im Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie angesiedelte Kompetenzzentrum Ökologischer Landbau Sachsen den Wissensaustausch zwischen Bio- und konventionellen Betrieben fördert. Agrarminister Georg-Ludwig von Breitenbuch hebt die gute Vorbereitung des Freistaats auf weiteres Wachstum hervor. Er betont, dass der Ökolandbau lokale Lieferketten stärkt und die Ernährungssicherheit verbessert. Angesichts der schneller wachsenden Verbrauchernachfrage nach Bio-Produkten als die deutsche Produktion sie decken kann, sind Sachsens Höfe zunehmend in der Lage, die Marktanforderungen zu erfüllen.
Der Ausbau des Ökolandbaus in Sachsen ist sowohl Ergebnis politischer Förderung als auch der Marktnachfrage. Während immer mehr Flächen auf ökologische Bewirtschaftung umgestellt werden, setzt das Land auf faire Entlohnung für die Landwirt:innen und die Stärkung regionaler Ernährungssysteme. Die Entwicklung deutet auf eine weitere Expansion in den kommenden Jahren hin.