14 April 2026, 20:18

Neues Gesetz: Widerrufsbutton soll Online-Kündigungen für Verbraucher vereinfachen

Ein Straßenschild vor einem Geschäft fordert Passanten auf, drinnen eine Gesichtsbedeckung zu tragen, mit einem Gebäude und Menschen in der Nähe.

Neues Gesetz: Widerrufsbutton soll Online-Kündigungen für Verbraucher vereinfachen

Deutschland hat ein neues Gesetz eingeführt, um die Online-Stornierung von Verträgen für Verbraucher zu vereinfachen. Das am 5. Februar 2026 verabschiedete Gesetz setzt eine EU-Richtlinie in nationales Recht um und verpflichtet Unternehmen, einen "Widerrufsbutton" auf ihren Websites einzubinden. Ziel der Neuregelung ist es, den Prozess für Kundinnen und Kunden transparenter und zugänglicher zu gestalten.

Das Gesetz schreibt vor, dass der "Widerrufsbutton" deutlich gekennzeichnet und dauerhaft sichtbar sein muss. Er soll im Header oder Footer der Website platziert werden, ohne dass Nutzer sich einloggen oder Drop-down-Menüs durchsuchen müssen. Zudem müssen Unternehmen ihre Widerrufsbedingungen aktualisieren und darin erläutern, wo sich der Button befindet und wie er funktioniert.

Um den Button zu nutzen, durchlaufen Verbraucher ein zweistufiges Verfahren: Zunächst geben sie ihren Namen, die Vertragsdetails und ihre E-Mail-Adresse an. Anschließend bestätigen sie ihren Widerrufsantrag. Nach Abschluss muss das Unternehmen umgehend eine Bestätigung versenden, vorzugsweise per automatisierter E-Mail.

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Die Widerrufsfrist beginnt dabei erst, nachdem der Kunde die gesetzlich vorgeschriebenen Informationen über seine Rechte erhalten hat. Darüber hinaus müssen Unternehmen möglicherweise ihre Datenschutzerklärungen anpassen, um die Verarbeitung personenbezogener Daten im Rahmen des Widerrufsverfahrens abzubilden.

Die neuen Regelungen treten sofort in Kraft und erfordern von Unternehmen die Anpassung ihrer Websites und Richtlinien. Verbraucher erhalten damit eine standardisierte und unkomplizierte Möglichkeit, Online-Verträge zu kündigen. Das Gesetz bringt Deutschland in Einklang mit den EU-weiten Bestrebungen, die digitalen Verbraucherrechte zu stärken.

Quelle