17 March 2026, 10:18

Pharmakonzern feiert Durchbruch mit Kerendia – trotz Roundup-Klagen und Milliardenverlusten

Blauer Hintergrund mit weißer Schrift und Logo, das besagt: "19 Millionen Amerikaner werden geschätzte 400 USD pro Jahr an Arzneimittelkosten sparen."

Pharmakonzern feiert Durchbruch mit Kerendia – trotz Roundup-Klagen und Milliardenverlusten

Ein großer Pharmakonzern hat bedeutende Fortschritte in seiner Arzneimittel-Entwicklungspipeline bekannt gegeben und damit das Vertrauen der Anleger gestärkt. Nach positiven Ergebnissen aus klinischen Studien zu Kerendia, einem Medikament gegen chronische Nierenerkrankungen, stiegen die Aktien um 4,71 % auf 40,25 Euro. Gleichzeitig sieht sich das Unternehmen weiterhin mit rechtlichen Herausforderungen durch Klagen im Zusammenhang mit dem Unkrautvernichter Roundup konfrontiert – entscheidende Urteile des Obersten Gerichtshofs der USA werden für 2026 erwartet.

Das Präparat Kerendia zeigte in einer Phase-III-Studie zur Behandlung nicht-diabetischer chronischer Nierenerkrankungen (CKD) vielversprechende Ergebnisse. Die FIND-CKD-Studie erreichte ihren primären Endpunkt und belegte eine verbesserte Nierenfunktion im Vergleich zu einem Placebo. Dieser Erfolg ebnet den Weg für einen Antrag auf Erweiterung der Zulassung bei der US-amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA, was das Marktpotenzial von Kerendia deutlich ausweiten könnte.

Trotz der finanziellen Belastung durch die Roundup-Klagen bleibt die Pharmasparte des Konzerns stabil. Für 2025 meldete das Unternehmen einen Nettoverlust von 3,6 Milliarden Euro und eine Nettoverschuldung von fast 30 Milliarden Euro. Doch mit dem Plan, in den kommenden zehn Jahren zehn Blockbuster-Medikamente auf den Markt zu bringen, soll die Geschäftsentwicklung stabilisiert werden – wobei die Ausweitung von Kerendia eine zentrale Rolle spielt.

Auch auf rechtlicher Ebene bahnen sich Entwicklungen an: Der US-Supreme Court wird im April und Mitte Juni 2026 zentrale Roundup-Fälle prüfen. Unterdessen stimmen die Aktionäre auf der Hauptversammlung am 1. April 2026 über eine vorgeschlagene Dividende von 0,11 Euro pro Aktie ab.

Der Kursanstieg der Aktie spiegelt die Zuversicht wider, die der Erfolg der Kerendia-Studie und die Aussicht auf weitere regulatorische Schritte wecken. Mit der anstehenden FDA-Zulassung und einem größeren Patientenkreis in Sicht könnte das Medikament zu einem wichtigen Umsatzträger werden. Rechtliche und finanzielle Hürden bleiben zwar bestehen, doch der Fokus liegt auf langfristigem Wachstum durch die Markteinführung neuer Arzneimittel.

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