Pornografie-Skandal an Oberschule: Projektwoche nach Elternprotesten gestoppt
Hans D. FinkePornografie-Skandal an Oberschule: Projektwoche nach Elternprotesten gestoppt
Eine Projektwoche an einer Oberschule in Schleife hat für Aufsehen gesorgt, nachdem sie mit einem Pornografie-Skandal in Verbindung gebracht wurde. Die von der Sozialistischen Jugend – Die Falken mitorganisierte Veranstaltung wurde nach massiven Protesten von Eltern abrupt abgebrochen. Nun prüfen die Behörden, wie Steuergelder in der Initiative eingesetzt wurden.
Die Projektwoche dauerte nur einen Tag, bevor empörte Eltern ihre Abschaffung erzwangen. Spätere Ermittlungen zeigten, dass die Sozialistische Jugend – Die Falken von der Amadeu Antonio Stiftung 2.500 Euro für die Finanzierung der Veranstaltung erhalten hatten. Auch die Schule selbst steuerte einen nicht näher bekannten Betrag zu den Kosten bei.
Mittlerweile hat die Polizei ein Ermittlungsverfahren gegen die "Projektverantwortlichen" eingeleitet, da der Verdacht besteht, dass pornografisches Material an minderjährige Teilnehmer verbreitet wurde. Nach deutschem Recht können solche Straftaten mit Geldstrafen oder Freiheitsentzug von bis zu einem Jahr geahndet werden. Die Amadeu Antonio Stiftung, die die Mittel bereitstellte, erhält jährlich rund vier Millionen Euro aus Bundesmitteln.
Weitere Untersuchungen ergaben, dass die Beteiligung der Sozialistischen Jugend – Die Falken in der offiziellen Projektbeschreibung nicht erwähnt worden war. Das sächsische Bildungsministerium hat inzwischen eine Überprüfung des Vorfalls angekündigt, um ähnliche Fälle künftig zu verhindern.
Der Skandal wirft Fragen zur Kontrolle schulischer Förderprogramme auf. Sowohl die Finanzierung durch die Amadeu Antonio Stiftung als auch die Mittel der Schule werden nun genauer unter die Lupe genommen. Die Behörden müssen klären, ob rechtliche oder verwaltungstechnische Maßnahmen erforderlich sind, um den Missbrauch öffentlicher Gelder zu ahnden.






