21 April 2026, 08:19

Potsdam führt als erste Stadt Brandenburgs eine Abgabe auf Einwegverpackungen ein

Große Lagerhalle mit verschiedenen Reifen, Behältern, Topfpflanzen, bedruckten Plakaten, Masten, Beleuchtung, einem blauen Tuch und anderen Gegenständen, im Schnee vor einem Wald und Fahrzeugen.

Potsdam führt als erste Stadt Brandenburgs eine Abgabe auf Einwegverpackungen ein

Potsdam wird die erste Stadt in Brandenburg, die eine Abgabe auf Einwegverpackungen einführt. Ab dem 1. Juli 2023 fällt ein Aufschlag auf Einweggeschirr und -behälter an. Mit der Maßnahme will die Stadt nicht nur ihre Einnahmen steigern, sondern folgt damit auch dem Vorbild anderer deutscher Städte wie Tübingen, Freiburg und Konstanz.

Der Stadtrat gab im März 2023 grünes Licht für die neue Steuer. Ab kommendem Monat zahlen Kunden 50 Cent extra für jeden Einwegbecher, -teller oder -schüssel sowie 20 Cent pro Stück Besteck. Die Stadt rechnet damit, dass die Abgabe ab 2027 jährlich rund eine Million Euro in die Kassen Potsdams spülen wird.

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Die Entscheidung fällt in eine Zeit, in der Kommunen in ganz Brandenburg nach Wegen suchen, um ihre Haushaltslagen zu entlasten. Oliver Hermann, Präsident des Brandenburgischen Städte- und Gemeindebundes, unterstützt die Initiative – auch wenn er politisch unabhängig bleibt. Potsdams Ansatz orientiert sich an der bereits in Tübingen eingeführten Abgabe, die inzwischen auch von Freiburg und Konstanz übernommen wurde.

Für Brandenburg ist die Verpackungssteuer ein Novum, während andere Gemeinden die Entwicklung genau beobachten. Die zusätzlichen Mittel sollen der Stadt helfen, finanzielle Herausforderungen zu bewältigen. Gleichzeitig reiht sich Potsdam damit in einen wachsenden Trend deutscher Städte ein, die Einwegmüll gezielt zur Einnahmenerzielung nutzen.

Quelle