05 April 2026, 08:17

Rammstein-Coverband in Halle: Drohungen gegen Club eskalieren Streit um künstlerische Freiheit

Plakat für ein Event in Aranjuez, Spanien, mit einer zentralen Gitarren-Grafik und Text, der die Event-Details angibt.

Rammstein-Coverband in Halle: Drohungen gegen Club eskalieren Streit um künstlerische Freiheit

Ein geplantes Konzert einer Rammstein-Coverband in Halle hat eine hitzige Debatte ausgelöst, nachdem eine lokale Aktivistengruppe eine drohende E-Mail an den Veranstaltungsort geschickt hatte. Die mit aggressiver Sprache gefüllte Nachricht fordert die Absage der Veranstaltung und hat scharfe Kritik vom Betreiber des Clubs hervorgerufen.

Der Vorfall zeigt die Spannungen zwischen künstlerischer Freiheit und aktivistischem Druck in der Halleschen Nachtlebensszene auf.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Kontroverse begann, als der Club Tante Manfred in Halle eine E-Mail der Antifaschistischen und Feministischen Aktionsallianz Halle/Saale erhielt. Die Gruppe forderte die sofortige Absage des Auftritts der Rammstein-Coverband Zeitlos, der für den 2. Mai 2026 geplant ist. In der Nachricht werden Rammstein und Frontmann Till Lindemann vorgeworfen, sexualisierte Machtverhältnisse zu verherrlichen und gezielt Tabus zu brechen. Zudem enthielt die E-Mail gewaltverherrlichende Parolen wie "TÖTET TILL!" und warnte vor Konsequenzen, sollte das Konzert stattfinden.

Clubbetreiber Matthias Golinski weigerte sich, nachzugeben, und betonte, dass die künstlerische Freiheit gewahrt werden müsse. Er argumentierte, dass die Band solange das Recht auf ihren Auftritt habe, wie sie sich im Rahmen des Gesetzes bewege. Die Haltung des Clubs führte dazu, dass Tante Manfred aus einer lokalen Telegram-Gruppe ausgeschlossen wurde, die zuvor zur Veranstaltungswerbung genutzt worden war.

Trotz der Drohungen und des wachsenden Drucks machte Golinski deutlich, dass das Konzert wie geplant stattfinden werde. Der Club beharrt darauf, dass externe Forderungen keine Rolle bei der Programmgestaltung spielen werden.

Der Streit unterstreicht den Konflikt zwischen freier Meinungsäußerung und aktivistischem Widerstand in der Halleschen Kulturszene. Während Tante Manfred an seiner Entscheidung festhält, haben die aggressiven Methoden der Aktivistengruppe eine breitere Debatte ausgelöst. Das Konzert soll wie vorgesehen im Jahr 2026 stattfinden.

Quelle