"Rehné" lebt seit zwei Jahren ungestört an der Autobahn A7 bei Soltau
Elfriede WielochTierattraktion auf der A7: Hunderte Anrufe wegen Hirsch - "Rehné" lebt seit zwei Jahren ungestört an der Autobahn A7 bei Soltau
Ein männliches Reh mit dem Spitznamen "Rehné" lebt seit über zwei Jahren in der Nähe der Autobahn A7 bei Soltau. Das Tier, das erstmals im März 2024 bei Murnau in Bayern gesichtet wurde, ist inzwischen ein vertrauter Anblick für Autofahrer. Die Meldungen über Beobachtungen haben sich im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt – von 23 in den ersten zwölf Monaten auf 47 zwischen März 2025 und März 2026.
Das Reh wird oft allein in der Nähe der Ausfahrt Soltau-Süd in Richtung Hannover gesehen. Im Gegensatz zu vielen Wildtieren hat es sich an den Lärm und die Bewegung des vorbeifahrenden Verkehrs gewöhnt. Trotz der Nähe zur Straße hat es bisher keine Unfälle verursacht oder sich gefährlich nah an die Fahrbahnen gewagt.
Die Polizei beobachtet die Situation und hat eine Risikobewertung durchgeführt. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Wahrscheinlichkeit schwerwiegender Vorfälle gering bleibt. Dennoch werden die Behörden Warnschilder aufstellen, um Autofahrer auf die Anwesenheit des Tieres aufmerksam zu machen.
Die Beamten raten den Fahrern zudem, nicht abrupt zu bremsen oder anzuhalten, falls sie Rehné entdecken. Das Tier zieht sich in der Regel in das nahegelegene Waldgebiet zurück, wenn es aufgeschreckt wird, und meidet so direkten Kontakt mit Fahrzeugen.
Das Verhalten des Rehs wird genau beobachtet, wobei bisher keine Anzeichen von Aggression oder Stress festgestellt wurden. Die Warnschilder entlang der Autobahn sollen dazu beitragen, die Sicherheit sowohl für die Autofahrer als auch für das Tier zu gewährleisten. Vorerst streift Rehné weiterhin ungestört durch die belebte Verkehrsumgebung.






