06 March 2026, 10:25

Rezeptfehler kostet Apotheke fast 900 Euro – wer haftet für die Mehrkosten?

Eine alte Werbung für eine Apotheke in Rom, die einen Mann und eine Frau zeigt, die nebeneinander stehen, mit Text, der die Apotheke und ihre Dienstleistungen beschreibt.

Rezeptfehler kostet Apotheke fast 900 Euro – wer haftet für die Mehrkosten?

Ein Apothekeninhaber in Deutschland hat fast 400 Euro verloren, nachdem ein Rezeptfehler einen Patienten mit unerwarteten Kosten belastete. Der Vorfall begann, als ein Arzt ein entscheidendes Detail auf einem Rezept für ein Schmerzmittel nicht anpasste, was zu zusätzlichen Gebühren führte.

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Die Apotheke steht nun vor weiteren finanziellen Belastungen: Zwei zusätzliche Rückforderungsfälle wegen gefälschter Rezepte für die Abnehmpräparate Ozempic und Mounjaro bringen weitere 500 Euro Verlust.

Das Problem entstand, als einem Patienten 50 Tabletten Palexia (250 mg) verschrieben wurden. Der Arzt kreuzte das Feld 'aut idem' an – eine rechtliche Vorgabe, die die Apotheke verpflichtet, genau das markengebundene Medikament und nicht ein günstigeres Generikum abzugeben.

Im Laufe des Jahres sank der festgelegte Erstattungssatz für Palexia, sodass der Patient fast 380 Euro zusätzlich zahlen musste. Der behandelnde Arzt hätte dies vermeiden können, indem er das 'aut-idem'-Kreuz entfernt hätte. Dann hätte die Apotheke eine preiswertere Alternative abgeben und die Differenz mit der Krankenkasse abrechnen können.

Als der Apotheker gegen die Rückforderung Widerspruch einlegte, wurde dieser abgelehnt. Die Krankenkasse weigerte sich, die Mehrkosten zu übernehmen, und verwies auf Regelungen im Sozialgesetzbuch und regionale Versorgungsverträge. Der Deutsche Apothekerverband prüfte den Fall später und bestätigte, dass die Rückforderung berechtigt war, da für das Medikament keine Rabattvertragspflicht bestand.

Die Apotheke, die etwa 7.000 Einwohner versorgt, kann aufgrund der hohen Anzahl täglich bearbeiteter Rezepte nicht jede Unregelmäßigkeit erkennen. Trotz aller Bemühungen, die Situation in den Griff zu bekommen, sieht sich der Inhaber nun mit zwei weiteren Rückforderungsstreitigkeiten konfrontiert – diesmal wegen gefälschter Rezepte für Ozempic und Mounjaro. Die Gesamtverluste belaufen sich damit auf rund 500 Euro.

Der Apotheker bleibt sowohl im Palexia-Fall als auch bei den neuen Rückforderungen auf den Kosten sitzen. Die Krankenkasse hat klar gemacht, dass keine Erstattung erfolgen wird, sodass das Unternehmen die Ausgaben selbst tragen muss. Die Nachlässigkeit des verschreibenden Arztes und die Richtlinien der Kasse haben direkt zu der finanziellen Belastung beigetragen, unter der die Apotheke nun leidet.

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