07 May 2026, 22:16

Rheinmetall wächst trotz schwächerer Quartalszahlen – Rekordauftragsbestand von 73 Milliarden Euro

Plakat mit blauem Hintergrund und weißer Schrift, die besagt: "Mehr als 16 Milliarden US-Dollar in neue Offshore-Wind-Investitionen unter Präsident Biden."

Rheinmetall wächst trotz schwächerer Quartalszahlen – Rekordauftragsbestand von 73 Milliarden Euro

Rheinmetall verzeichnet stetiges Wachstum im ersten Quartal – doch die Ergebnisse bleiben hinter den Erwartungen zurück

Der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall hat für das erste Quartal ein solides Wachstum gemeldet, auch wenn die Zahlen die Markterwartungen nicht ganz erfüllten. Gleichzeitig skizzierte das Unternehmen ehrgeizige Expansionspläne, darunter neue Partnerschaften und mögliche Übernahmen in den Bereichen Schiffbau und Raketenproduktion.

Trotz eines leichten Umsatzrückgangs im Vergleich zu den Prognosen stieg der Auftragsbestand des Konzerns um 31 Prozent auf Rekordhöhe – erstmals auf 73 Milliarden Euro. Treiber dieses Wachstums sind vor allem die starke Nachfrage nach Marinesystemen und militärischen Fahrzeugen.

Im ersten Quartal 2024 erzielte Rheinmetall einen Umsatz von 1,94 Milliarden Euro, was einem Plus von 8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Allerdings lag diese Summe rund 330 Millionen Euro unter den Schätzungen der Analysten. Das operative Ergebnis kletterte um 17 Prozent auf 224 Millionen Euro, verfehlte jedoch die Erwartungen um 38 Millionen Euro.

Trotzdem zeigt sich das Unternehmen zuversichtlich und bestätigt seine langfristigen Ziele für 2026: Ein Umsatz von 14 bis 14,5 Milliarden Euro bei einer operativen Marge von etwa 19 Prozent. Als wichtiger Wachstumstreiber gelten Großaufträge im Bereich Marinesysteme und militärische Fahrzeuge, die bereits im zweiten Quartal für eine bessere Performance sorgen dürften.

Expansionskurs in Schiffbau und Raketentechnik

Rheinmetall treibt seine Expansionsstrategie voran: Das Unternehmen hat ein vorläufiges Angebot für die Übernahme der German Naval Yards Kiel abgegeben und prüft den Erwerb einer Beteiligung an der rumänischen Werft Mangalia. Beide Schritte würden die maritimen Kapazitäten des Konzerns deutlich ausbauen.

Auch in der Raketenproduktion sucht Rheinmetall nach neuen Kooperationen – über die laufenden Gespräche mit Lockheed Martin hinaus. Konzernchef Armin Papperger räumte ein, dass die Verhandlungen mit dem US-Unternehmen über Produktionsstätten in Deutschland langsamer vorankommen als erhofft. Parallel dazu lotet Rheinmetall eine Zusammenarbeit mit Raytheon aus und plant gemeinsam mit dem niederländischen Partner Destinus die Produktion von Marschflugkörpern ab Ende 2026 oder Anfang 2027.

Darüber hinaus führt das Unternehmen fortgeschrittene Verhandlungen mit mehreren Staaten im Nahen Osten über die Lieferung von bis zu zehn Luftabwehrsystemen im Jahr 2025. Sollten diese Geschäfte zustande kommen, würde dies Rheinmetalls globale Präsenz in der Verteidigungstechnologie weiter stärken.

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Fazit: Rheinmetall setzt auf Wachstum trotz gedämpfter Quartalszahlen

Die Ergebnisse des ersten Quartals zeigen zwar Wachstum, bleiben aber hinter den Markterwartungen zurück. Der Rekordauftragsbestand von 73 Milliarden Euro – angetrieben durch Marinesysteme – unterstreicht jedoch die starke Nachfrage. Mit geplanten Übernahmen, neuen Partnerschaften und anstehenden Großaufträgen positioniert sich Rheinmetall für eine weitere Expansion in den Bereichen Rüstung und Schiffbau.

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