Riesa kämpft um seine ICE-Halte: Droht der Stadt der Fernverkehrs-Kollaps?
Hans D. FinkeRiesa kämpft um seine ICE-Halte: Droht der Stadt der Fernverkehrs-Kollaps?
Geplante Änderungen am Fahrplan der Deutschen Bahn: Riesa droht der Verlust von Fernverkehrsanschlüssen ab Dezember
Die geplanten Anpassungen des DB-Fahrplans in Deutschland könnten ab Dezember die Fernverkehrsverbindungen in Riesa stark einschränken. Die Stadtverwaltung und Anwohner wehren sich gegen die Pläne und betonen, wie wichtig die Anbindungen für die lokale Wirtschaft und Großveranstaltungen sind. Eine Online-Petition sammelt inzwischen Unterstützung, um die bisherigen ICE-Halte in Riesa zu erhalten.
Die von der Deutschen Bahn vorgeschlagenen Fahrplanänderungen sehen vor, die Halte der ICE-Linie zwischen Dresden, Leipzig und Frankfurt zu reduzieren. Nach dem neuen Konzept würden die Züge nur noch in den frühen Morgenstunden in Leipzig und abends in Dresden halten. Riesa, das im Landkreis Meißen liegt, bliebe damit ohne regelmäßige Fernverkehrsanbindung.
Der Widerstand vor Ort formiert sich schnell. Landrat Ralf Haensel sprach sich deutlich gegen den möglichen Wegfall der Verbindungen aus und warnte vor negativen Folgen für die Region. Unterdessen besteht Marco Müller, Oberbürgermeister von Riesa, auf stündliche Verbindungen zu wichtigen Zielen. Er verweist auf die Bedeutung der Stadt als Industriestandort und Veranstaltungsort für Großevents. Eine von Christian Gleiche initiierte Petition fordert die Deutsche Bank auf, die bestehenden ICE-Halte in Riesa beizubehalten. Die Kampagne wurde bereits offiziell beim Bahnkonzern eingereicht – die Umstellung des Fahrplans ist für den 14. Dezember 2025 vorgesehen.
Streitpunkt bleibt, ob Riesa nach der Fahrplanänderung im Dezember seine bisherigen Bahnverbindungen behält. Sollten die Kürzungen umgesetzt werden, müssten Pendler und Unternehmen mit längeren Reisezeiten rechnen. Die DB hat noch keine endgültige Entscheidung über die geplanten Streichungen bekannt gegeben.