14 March 2026, 12:18

Riester-Reform: Bürger fordern niedrigere Gebühren für private Altersvorsorge

Eine Gruppe von Menschen steht auf der Straße und hält ein Banner mit der Aufschrift "Kein Grund zu Feiern" in Protest, mit Gebäuden, Laternenpfählen, Bäumen und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Günstigere Rente gefordert: 100.000 Menschen unterzeichnen Petition - Riester-Reform: Bürger fordern niedrigere Gebühren für private Altersvorsorge

Eine geplante Reform des deutschen privaten Rentensystems hat eine Debatte über die Höhe der Gebühren ausgelöst. Die Bundesregierung will das aktuelle Riester-Renten-Modell durch ein neues, staatlich gefördertes Sparkonto ersetzen. Doch eine aktuelle Umfrage zeigt: Die Mehrheit der potenziellen Nutzer fordert deutlich niedrigere Kosten als im Gesetzentwurf vorgesehen.

Mehr als 100.000 Menschen haben eine Petition unterzeichnet, die strengere Gebührenobergrenzen fordert – ein Zeichen für die weit verbreitete Sorge, dass hohe Kosten die Altersvorsorge auffressen.

Der aktuelle Gesetzentwurf sieht eine maximale jährliche Gebühr von 1,5 Prozent für das neue Rentenprodukt vor. Doch nur 23 Prozent der Befragten halten diesen Satz für akzeptabel. Die Verbraucherorganisation Finanztip warnt, dass hohe Gebühren die schließlich angesparte Summe drastisch schmälern.

Dagegen sagen 78 Prozent der potenziellen Nutzer, dass niedrige Gebühren bei der Wahl eines Tarifs wichtig oder sehr wichtig sind. Die Umfrage ergibt, dass 30 Prozent eine Obergrenze von 0,5 Prozent befürworten, während 28 Prozent maximal 1 Prozent akzeptieren würden. Die Finanztip Stiftung setzt sich für die strengere Grenze von 0,5 Prozent ein.

Neben den Gebühren legen die Befragten auch Wert auf einfache Steuerregeln und flexible Auszahlungsoptionen. Die Reform sieht ein Standardprodukt mit der 1,5-Prozent-Grenze vor, kombiniert mit einer höheren Grundförderung, die vom Einkommen abhängt. Kritiker monieren jedoch, dass die geplanten Änderungen nicht weit genug gehen, um Sparer vor überhöhten Kosten zu schützen.

Die starke Unterstützung für die Petition unterstreicht den öffentlichen Widerstand gegen die aktuelle Gebührenstruktur. Da die meisten potenziellen Nutzer Bezahlbarkeit priorisieren, könnte die Regierung unter Druck geraten, die vorgesehenen Obergrenzen anzupassen. Das Ergebnis wird maßgeblich beeinflussen, wie Millionen Menschen in den kommenden Jahren für ihren Ruhestand vorsorgen.

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