25 April 2026, 10:18

Rücktritt nach Skandal: Berlins Kultursenatorin verlässt ihr Amt wegen Fehlvergabe von Millionen

Plakat aus dem Jahr 1900, das eine Berliner Secession ankündigt und eine Frau in rotem Kleid zeigt, die ein Objekt hält, mit Text zu den Ereignissen.

Rücktritt nach Skandal: Berlins Kultursenatorin verlässt ihr Amt wegen Fehlvergabe von Millionen

Berlins Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson trat am Freitag zurück, nachdem ein Bericht rechtswidrige Mittelvergabe in Projekten zur Bekämpfung von Antisemitismus aufgedeckt hatte. Der Rechnungshof hatte festgestellt, dass Millionenbeträge fehlerhaft verteilt worden waren, was eine politische Welle der Empörung auslöste. CDU-Generalsekretärin Ottilie Klein verteidigte seitdem Bürgermeister Kai Wegner gegen Kritik im Zusammenhang mit dem Skandal.

Der Streit begann, als der Berliner Rechnungshof bekannt gab, dass Gelder, die eigentlich für Initiativen gegen Antisemitismus vorgesehen waren, unrechtmäßig verwendet worden seien. Wedl-Wilson, eine parteilose Senatorin, trat kurz nach Veröffentlichung der Ergebnisse von ihrem Amt zurück. Klein bezeichnete diesen Schritt als "schmerzhaft", äußerte aber "großen Respekt" für ihre Entscheidung und lobte sie als "herausragende Senatorin" mit einem starken Ruf in der Kulturpolitik.

Klein wies Vorwürfe zurück, der Skandal werfe ein schlechtes Licht auf Bürgermeister Wegner, und nannte solche Anschuldigungen "unbegründet". Auch Gerüchte über Spannungen zwischen der CDU und dem regierenden SPD-Partner wies sie zurück. Der SPD-Kandidat Steffen Krach "spreche weder für die Koalition noch habe er heute eine landespolitische Funktion", betonte sie. Angriffe von Oppositionspolitikern und Krach tat sie als "Wahlkampfgeplänkel" und einen "durchsichtigen Schachzug" ab, um politischen Vorteil zu schaffen.

Mit Blick auf die eigentliche Problematik unterstrich Klein die Notwendigkeit, die Mittel korrekt umzulenken. "Unsere Priorität muss nun sein, dass diese Gelder dorthin fließen, wo sie gebraucht werden – in die Gemeinschaft", sagte sie und forderte eine erneute Anstrengung im Kampf gegen Antisemitismus in der gesamten Stadt.

Wedl-Wilsons Rücktritt folgt auf die Enthüllungen des Rechnungshofs über die rechtswidrige Mittelvergabe, während Klein Wegner und die Koalition entschlossen in Schutz nimmt. Die Folgen des Skandals haben die Forderungen nach mehr Transparenz und einer korrekten Verwendung der Ressourcen in der Antisemitismusprävention neu entfacht. Die nächsten Schritte werden zeigen, wie die Stadt sowohl die Fehler bei der Mittelvergabe als auch den größeren Kampf gegen Diskriminierung angeht.

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