Rüdiger verteidigt seinen harten Spielstil: "Manche Zweikämpfe gingen zu weit"
Elfriede WielochRüdiger verteidigt seinen harten Spielstil: "Manche Zweikämpfe gingen zu weit"
Antonio Rüdiger hat sich offen über seinen aggressiven Spielstil geäußert und eingeräumt, dass einige seiner Zweikämpfe "über die Stränge geschlagen" seien. Der deutsche Verteidiger betont jedoch, dass seine Spielweise entscheidend für seinen Erfolg sei – und behauptet, in neun Jahren als Profi noch nie vom Platz gestellt worden zu sein. Seine Äußerungen kommen vor dem Hintergrund anhaltender Kritik, darunter ein Vorfall im März 2023, als er dem Spieler von Getafe, Diego Rico, während eines Spiels ins Gesicht schlug.
Rüdiger gibt zu, dass bestimmte Fouls "weit über der Grenze" lagen, verteidigt seine Vorgehensweise aber als Teil seiner Identität. Als Beleg für seine Disziplin verweist er auf seine Statistik: In fast einem Jahrzehnt nicht eine single Rote Karte – ein Beweis dafür, dass er für seine Teams keine Belastung darstelle.
Der 31-Jährige verriet zudem, wie er vor Spielen psychologische Taktiken und Videoanalysen einsetzt, um Gegner zu verunsichern. Sein Ziel: Die Gegner sollen "den Kampfeswillen verlieren, noch bevor sie den Tunnel verlassen". Diese Mentalität, so Rüdiger, solle sich die deutsche Nationalmannschaft zu eigen machen, um bei der Weltmeisterschaft zu siegen.
Im März 2023 sah sich Rüdiger Vorwürfen ausgesetzt, Rico absichtlich verletzt zu haben, nachdem dieser behauptet hatte, der Verteidiger habe ihn gezielt ins Gesicht getroffen. Trotz solcher Kontroversen bleibt Rüdiger einer der erfahrensten Innenverteidiger Deutschlands und belegt Platz drei der meisten Länderspieleinsätze auf seiner Position.
Rüdigers kompromissloser Stil sorgt weiterhin für Diskussionen, doch er steht dazu – als zentralen Bestandteil seines Spiels. Mit keiner Roten Karte in neun Jahren argumentiert er, seine Aggressivität sei kontrolliert und effektiv. Sein Appell an ein einschüchternderes deutsches Team deutet auf einen Mentalitätswandel vor kommenden Turnieren hin.






