16 March 2026, 10:19

Sachsen-Anhalt bleibt Pendler-Hotspot trotz leichter Rückgänge im Jahr 2025

Ein detaillierter Stadtplan von Karlsruhe, Deutschland aus dem Jahr 1900, mit Text und umfassender Stadtlayout.

Anzahl der Pendler in Sachsen-Anhalt leicht gesunken - Sachsen-Anhalt bleibt Pendler-Hotspot trotz leichter Rückgänge im Jahr 2025

Sachsen-Anhalt verzeichnet seit Jahren einen stetigen Strom von Pendlerinnen und Pendlern, die für ihre Arbeit die Landesgrenzen überschreiten. Fast jede fünfte erwerbstätige Person im Bundesland arbeitet mittlerweile in einem anderen Bundesland. Gleichzeitig zieht die Region selbst Fachkräfte aus den Nachbarregionen an – angetrieben durch wirtschaftliches Wachstum und niedrigere Lebenshaltungskosten im Vergleich zu Westdeutschland.

Stand Juni 2025 waren rund 148.000 Beschäftigte aus Sachsen-Anhalt außerhalb des Landes tätig. Das sind etwa 600 weniger als im Vorjahr. Die Mehrheit dieser Pendler übt qualifizierte Tätigkeiten aus: 83.300 arbeiten als Fachkräfte, 43.900 als Expertinnen und Experten und 21.700 in Assistenzberufen. Die beliebtesten Zielregionen sind Sachsen, Niedersachsen und Thüringen, wo viele in der Industrie, im Einzelhandel, in der Fahrzeuginstandhaltung, der Logistik oder im Baugewerbe beschäftigt sind.

Gleichzeitig wirbt Sachsen-Anhalt selbst Arbeitskräfte aus anderen Regionen an. Die größten Gruppen kommen aus Sachsen, gefolgt von Niedersachsen, Thüringen und Brandenburg. Rund 5.400 Beschäftigte pendeln sogar aus dem Ausland in das Bundesland. Allerdings ging auch die Zahl der Zuwandernden leicht zurück: Mitte 2025 arbeiteten etwa 75.700 Menschen aus anderen Bundesländern in Sachsen-Anhalt.

Markus Behrens, Leiter der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen der Bundesagentur für Arbeit, führt den Rückgang des grenzüberschreitenden Pendelns auf eine schwächere Arbeitsmarktentwicklung zurück. Dennoch ziehen die niedrigeren Löhne und Lebenshaltungskosten sowie aktuelle Investitionen in Logistik und Industrie weiterhin Fachkräfte an – besonders seit 2020.

Die Arbeitswanderung in und aus Sachsen-Anhalt spiegelt sowohl die wirtschaftlichen Chancen als auch die regionalen Herausforderungen wider. Zwar pendeln weniger Beschäftigte über die Landesgrenzen, doch bleibt das Bundesland ein wichtiger Standort für Fachkräfte in Schlüsselbranchen. Der leichte Rückgang bei den grenzüberschreitenden Arbeitswegen deutet auf veränderte Beschäftigungsmuster in der Region hin.

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