30 January 2026, 13:12

Sachsen fordert Millionen an Corona-Hilfen zurück – Selbstständige unter Druck

Eine alte Postkarte, die einen Fluss durch eine Stadtlandschaft mit Gebäuden, Bäumen, Hügeln und einer Brücke zeigt, mit dem Text "Strugel & Co. Dresden, Germany" unten.

Mehr als 100 Millionen Euro an Coronavirus-Hilfsmitteln zurückgezahlt - Sachsen fordert Millionen an Corona-Hilfen zurück – Selbstständige unter Druck

Unternehmen und selbstständige in Sachsen erhalten derzeit vermehrt Rückforderungsbescheide für in der Pandemie ausgezahlte COVID-19-Nothilfen. Die Zahl der Rückzahlungsaufforderungen ist stark angestiegen – tausende sehen sich plötzlich neuer finanzieller Belastung gegenüber.

Allein im Jahr 2024 erstatteten Firmen und selbstständige in Sachsen rund 105 Millionen Euro an Corona-Soforthilfen zurück. Der deutliche Anstieg folgt auf Jahre staatlicher Finanzspritzen während der Pandemie.

Im vergangenen Sommer führten die Behörden Entlastungsmaßnahmen ein, um die Rückzahlungen zu erleichtern: Dazu gehörten eine sechsmonatige zinsfreie Stundung sowie die Möglichkeit, die Summen in Raten zu begleichen. Dennoch stieg die Zahl der Rückforderungsbescheide rasant an.

Bis 2025 wurden in Sachsen etwa 31.100 Rückzahlungsaufforderungen verschickt – im Vorjahr waren es lediglich 1.200 gewesen. Seit Einführung der Erleichterungen gingen rund 3.100 Anträge auf Fristverlängerung ein, von denen etwa 2.200 bewilligt wurden.

Der starke Anstieg der Rückforderungen zeigt: Jahre nach der Pandemie lastet der finanzielle Druck weiterhin auf vielen Betrieben. Viele stehen nun vor kürzeren Fristen und strengeren Rückzahlungsbedingungen als noch zuvor.