27 March 2026, 16:18

Sachsen plant Gehaltserhöhungen für Beamte bis 2028 – doch die Umsetzung bleibt ungewiss

Plakat mit einem britischen Granitarbeiter, der zusammen mit einer anderen Person vor einer bergigen, von Bäumen gesäumten Kulisse steht, mit der Aufschrift "Was unser Freihandel bedeutet - Britischer Granitarbeiter - Die faire Lohnklausel ist in Ordnung, aber ich will Arbeit."

Sachsen plant Gehaltserhöhungen für Beamte bis 2028 – doch die Umsetzung bleibt ungewiss

Beamte in Sachsen sollen mehr Geld erhalten – nach einem Vorstoß der regierenden CDU- und SPD-Fraktionen, die jüngste Tarifabschlüsse des öffentlichen Dienstes auf die Landesbediensteten übertragen wollen. Damit folgt der Freistaat ähnlichen Ankündigungen aus Mecklenburg-Vorpommern, dem Saarland, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein. Bisher hat jedoch noch kein Bundesland die Gehaltserhöhungen offiziell bestätigt, da die notwendigen Gesetzesverfahren noch ausstehen.

Die geplanten Lohnerhöhungen orientieren sich am aktuellen Tarifabschluss für den öffentlichen Dienst. Demzufolge sollen die Gehälter ab dem 1. April 2026 um 2,8 Prozent steigen. Eine weitere Anpassung um 2,0 Prozent ist für den 1. März 2027 vorgesehen, gefolgt von einer letzten Erhöhung um 1,0 Prozent zum 1. Januar 2028.

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Henning Homann, fraktionsführer der SPD im Landtag, bezeichnete die Entscheidung als "Zeichen der Wertschätzung für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst" und als Schritt hin zu einer modernen Verwaltung. Jan Löffler, haushaltspolitischer Sprecher der CDU, nannte den Kompromiss eine "Frage der Gerechtigkeit". Ralf Hron, stellvertretender Vorsitzender des DGB Sachsen, betonte unterdessen die unverzichtbare Rolle der Beamtinnen und Beamten für die Aufrechterhaltung von Rechtsstaatlichkeit und Demokratie.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) begrüßte den Koalitionsvorschlag, auch wenn die meisten Länder bisher nur Prognosen veröffentlicht haben und noch keine endgültigen Beschlüsse gefasst wurden. Bevor die Gehaltserhöhungen in Kraft treten, müssen die jeweiligen parlamentarischen Verfahren abgeschlossen werden.

Sollten die Pläne umgesetzt werden, würden die Beamten in Sachsen und den anderen beteiligten Ländern an die aktuellen Tarifstandards des öffentlichen Dienstes angeglichen. Die schrittweisen Erhöhungen sollen 2026 beginnen und bis 2028 laufen. Die offizielle Bestätigung hängt jedoch vom Ausgang der noch laufenden Gesetzgebungsverfahren ab.

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