20 December 2025, 02:07

Sachsens Innenminister Schuster fordert mehr Aufmerksamkeit für den Zivilschutz im Wehrdienst-Gespräch

Ein Buchumschlag mit Armee-Panzern und Jeeps in einer KriegsSzene mit Text darüber.

Sachsens Innenminister Schuster fordert mehr Aufmerksamkeit für den Zivilschutz im Wehrdienst-Gespräch

Sachsens Innenminister Schuster fordert stärkere Berücksichtigung des Zivilschutzes in der Wehrdienst-Debatte

Teaser: Sachsens Innenminister Armin Schuster (CDU) plädiert für eine stärkere Ausrichtung auf den Zivilschutz in der Diskussion um den neuen Wehrdienst. „Mit dem zivilen Wehrersatzdienst könnten jährlich tausende zusätzliche Kräfte für den Bevölkerungsschutz und damit auch für den Zivilschutz mobilisiert werden“, sagte Staatsminister Schuster den Tageszeitungen der Funke-Mediengruppe. „Wir hätten die freiwilligen Organisationen, Rettungsdienste, Feuerwehren und das THW mit [...]“

16. November 2025, 08:18 Uhr

Die Debatte über die Reform des Wehrdienstes in Deutschland nimmt eine neue Wendung: Sachsens Innenminister Armin Schuster (CDU) fordert eine stärkere Einbindung des Zivilschutzes. Er kritisiert, dass aktuelle Vorschläge wichtige Chancen verpassen, um Rettungsdienste und Krisenreaktionsteams bundesweit zu stärken. Schusters Äußerungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die Bundesregierung einen Kompromiss für ein überarbeitetes Dienstmodell finalisiert.

Der CDU-Politiker verweist auf Lücken in den bisherigen Diskussionen zur Wiedereinführung eines zivilen Ersatzdienstes. Sein Argument: Eine solche Alternative könnte jährlich tausende zusätzliche Kräfte für Feuerwehren, Rettungskräfte und das Technische Hilfswerk (THW) gewinnen – und so sowohl den Bevölkerungsschutz als auch die Landesverteidigung stärken.

Der aktuelle Regierungsentwurf sieht eine Meldepflicht für junge Männer sowie Personalaufwuchsziele vor, verzichtet jedoch auf eine generelle Wehrpflicht – es sei denn, die Rekrutierungsziele werden verfehlt. In diesem Fall müsste eine „bedarfsabhängige Wehrpflicht“ separat im Bundestag beschlossen werden. Schuster bemängelt zudem versäumte Gelegenheiten der vergangenen Jahre: Schon 2022 hätte man gezieltere Werbekampagnen starten können, etwa durch die Ansprache von Feuerwehrleuten, medizinischem Personal und jungen Freiwilligen. Attraktivere Bezahlung, bessere Ausbildungsbedingungen und klarere Karrierewege im Zivilschutz hätten mehr langfristiges Personal gewinnen können. Eine engere Zusammenarbeit von Bund, Ländern und Kommunen hätte diese Bemühungen zusätzlich gestärkt.

Die Aussagen des Ministers unterstreichen ein zentrales Anliegen: Der Zivilschutz muss in den Wehrdienst-Reformen stärker verankert werden. Werden seine Vorschläge umgesetzt, könnten die Rettungsdienste künftig kontinuierlich qualifiziertes Personal erhalten. Ob das neue Modell gelingt, hängt nun davon ab, ob die Gesetzgeber diese Lücken im finalen Gesetzestext schließen.