29 December 2025, 09:07

Sachsens Mietpreisbremse bleibt – doch wie lange schützt sie Dresden und Leipzig?

Ein Buchumschlag mit einem Bild von Gebäuden und Text oben drauf.

Sachsen verlängert Mietbremse - Sachsens Mietpreisbremse bleibt – doch wie lange schützt sie Dresden und Leipzig?

Sachsen hat seine Mietpreisbremse bis Mitte 2027 verlängert und bietet damit vorläufig Entlastung für Mieter in Dresden und Leipzig. Die Entscheidung fällt inmitten politischer Debatten über den besten Umgang mit steigenden Wohnkosten, wobei Forderungen nach strengeren Vorschriften und umfassenderen Schutzmaßnahmen laut werden.

Die aktuellen Regelungen, die Ende 2023 auslaufen sollten, begrenzen neue Mietverträge auf maximal zehn Prozent über dem örtlichen Durchschnitt. Sachsens Ministerin Regina Kraushaar (CDU) bezeichnete die Verlängerung als fairen Kompromiss zwischen Mieterschutz und den Rechten von Vermietern. Gleichzeitig betonte sie, dass die Mietpreisbremse keine dauerhafte Lösung sei.

Eine externe Studie soll nun den Wohnungsmarkt in ganz Sachsen analysieren, wobei die Ergebnisse bis zum Spätsommer 2026 vorliegen sollen. Diese Daten werden der Landesregierung als Grundlage dienen, um zu entscheiden, ob die Mietpreisbremse nach 2027 beibehalten, angepasst oder abgeschafft wird. Die Linke fordert schärfere Sanktionen gegen Vermieter und eine landesweite Mietobergrenze. Die Grünen kritisieren unterdessen, dass die Regierung nicht früher gehandelt habe, um die Maßnahmen zu verlängern. Die Diskussion zwischen der regierenden CDU, den Grünen und der Linken über bezahlbaren Wohnraum geht weiter.

Die Verlängerung sichert die Mietpreisbremse für weitere dreieinhalb Jahre, doch ihre Zukunft bleibt ungewiss. Die anstehende Studie wird den weiteren Kurs Sachsens prägen und klären, ob strengere Regeln oder alternative Lösungen nötig sind. Bis dahin profitieren Mieter in Dresden und Leipzig weiterhin von den bestehenden Schutzmaßnahmen.