Sachsens Universitäten feiern Forschungsboom nach Exzellenzstrategie-Erfolg
Elfriede WielochSachsen will mit Spitzenforschung weiter punkten - Sachsens Universitäten feiern Forschungsboom nach Exzellenzstrategie-Erfolg
Sachsens Hochschulen erhalten massiven Schub für die Forschung nach erfolgreicher Exzellenzinitiative
Die Universitäten in Sachsen haben nach einer erfolgreichen Runde der Exzellenzstrategie eine erhebliche Aufstockung ihrer Forschungsförderung gesichert. Die Technische Universität Dresden und die Universität Leipzig werden gemeinsam sechs neue Exzellenzcluster beherbergen, die in den nächsten sieben Jahren rund 200 Millionen Euro einbringen. Vertreter beider Einrichtungen trafen sich kürzlich in Dresden, um Pläne auszutauschen und die Zusammenarbeit zu vertiefen.
Die TU Dresden hat ihre Forschungsstärke ausgebaut und zwei weitere Cluster zu den bereits bestehenden drei hinzugewonnen. Das erste, REC2, widmet sich der nachhaltigen Produktion von Elektronik. Das zweite, Care, zielt auf die Entwicklung klimaneutraler und effizienter Baumethoden ab. Beide Projekte setzen sich mit drängenden globalen Herausforderungen auseinander: der Knappheit von Ressourcen und der Klimakrise.
Auch die Universität Leipzig erreichte einen Meilenstein, indem sie erstmals ein Exzellenzcluster einwarb. Das Leipziger Zentrum für Stoffwechsel wird individuelle Ursachen von Stoffwechselstörungen erforschen und den Weg für präzisere Therapien ebnen. Zwei weitere Anträge – darunter das Leipziger Projekt Atmende Natur – waren diesmal nicht erfolgreich, sollen aber in der nächsten Runde erneut eingereicht werden. Sachsen zählt damit zu den führenden Forschungsregionen Deutschlands, wobei die TU Dresden bundesweit auf Platz drei vorrückt – hinter Tübingen und Bonn. Die Bundesförderung, die 2026 startet, umfasst eine Kofinanzierung durch das Land und wird alle sechs Cluster sieben Jahre lang unterstützen. Landesvertreter betonten, dass Sachsens Universitäten gut aufgestellt seien, um ihre Spitzenposition in der Forschung zu halten.
Die Erweiterung von drei auf sechs Cluster markiert einen bedeutenden Schritt für die sächsische Forschungslandschaft. Die fünf Cluster der TU Dresden und der erste Erfolg Leipzigs werden Innovationen in den Bereichen Nachhaltigkeit, Medizin und Bauwesen vorantreiben. Mit den gesicherten Mitteln können beide Universitäten ihre Projekte ab 2026 gezielt voranbringen.