20 February 2026, 02:26

Satire zerpflückt Kemptener Oberbürgermeisterwahl – wer überlebt den Spott der Bühne?

Eine Zeitungsseite aus der St. Louis Post-Dispatch Funny Side, die farbenfrohe, humorvolle Illustrationen von Menschen, Tieren und Gegenständen zeigt, mit verspieltem Text in einer märchenhaften Schriftart.

Satire zerpflückt Kemptener Oberbürgermeisterwahl – wer überlebt den Spott der Bühne?

Satirische Bühnenparodie nimmt Kemptener Oberbürgermeisterwahl der Unionsparteien auf's Korn

In einer satirischen Bühnenparodie wurde die Oberbürgermeisterwahl in Kempten auf humorvolle Weise seziert – mit spitzen Angriffen auf die Kandidaten und ihre Eignung für das Amt. Die Aufführung, geprägt von überzeichneten Darstellungen und musikalischen Späßen, machte sich sowohl über die regierende CDU als auch über ihre Konkurrenten lustig. Die lokale Politik geriet dabei ins Zentrum des Spotts, während die Darsteller die wichtigsten Akteure des Wahlkampfs karikierten.

Besonders hart traf es Franz-Josef Natterer-Babych, der als selbstverliebter und eitelkeitsbesessener Kandidat der Unionsparteien präsentiert wurde. Katharina Schrader wurde als hoffnungslos naiv dargestellt, der es an der nötigen Erfahrung für das Amt mangele. Dominik Tartler, ein weiterer Bewerber, wurde als zu jung und unvorbereitet für die Aufgaben eines Oberbürgermeisters abgetan.

Eine fiktive Figur namens DonQuiSchoche kämpfte in der Parodie gegen die Vorherrschaft der CDU – ohne dass jedoch reale Bezüge zu lokalen Traditionen hergestellt wurden. Auch die Frage, ob "Rechenmeister" Eigstler oder "Hai" Wilhelm die amtierende Oberbürgermeisterin Indra Baier-Müller tatsächlich ersetzen könnten, wurde auf die Schippe genommen.

Der zum Komiker gewordene Arzt Spitzer lieferte einen Auftritt über das Überspringen medizinischer Untersuchungen bei Durchfallpatienten in seiner Praxis. Später sang er ein beschwingtes Lied über das Umgehen von Parkgebühren in Kempten. Die Unterstützung der FDP für Baier-Müllers Bewerbung um eine dritte Amtszeit wurde ebenfalls persifliert – ihre Alternativkandidaten wurden als schwache Optionen dargestellt. Die Parodie endete mit einer Mahnung: Ein politisches Mandat sei kein Pokalsieg, den man ewig behalten dürfe.

Die satirische Abrechnung mit der Kemptener Wahl spiegelte die wahrgenommenen Schwächen der Kandidaten wider. Zwar setzte die Darstellung auf Humor und Übertreibung, doch sie griff gleichzeitig die öffentliche Kritik am Wahlkampf auf. Ob die Satire jedoch Einfluss auf die Wähler oder den Ausgang der Wahl haben wird, bleibt Spekulation – offizielle Berichte dazu liegen nicht vor.

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