18 February 2026, 22:01

Spitzenforschung aus Mittweida katapultiert deutsche Rodler an die Weltspitze

A book cover featuring two athletes in mid-air, leaping over hurdles, with a crowd of spectators in the background.

Spitzenforschung aus Mittweida katapultiert deutsche Rodler an die Weltspitze

Deutsche Rodler dominieren aktuelle Wettbewerbe – dank Spitzenforschung der Hochschule Mittweida

Seit Anfang 2024 arbeiten Wissenschaftler der Hochschule Mittweida eng mit dem Thüringer Rennschlitten- und Bobverband zusammen, um die Ausrüstung von Spitzenathleten zu optimieren. Ihre Innovationen in den Bereichen Materialwissenschaft und Echtzeit-Datenanalyse tragen nun auf der internationalen Bühne Früchte.

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Die Kooperation zwischen der Hochschule Mittweida und dem Thüringer Verband startete im Januar 2024. Im Mittelpunkt der Forschung stehen die Reduzierung von Reibung, die Verbesserung der Aerodynamik und die Gewährleistung von Stabilität bei Höchstgeschwindigkeiten. Eine Schlüsselfigur ist Frank Müller, ein ehemaliger Professor für Werkstofftechnik mit jahrzehntelanger Erfahrung in der Optimierung von Bobkufen und Schlittenführungen.

Moderne Technologie spielt eine zentrale Rolle im Training. Ein sogenanntes "Blue-Box"-System, das an den Schlitten montiert wird, zeichnet Kraftdaten auf, während Hochgeschwindigkeitskameras jede Bewegung erfassen. Das System hält selbst starken Vibrationen stand und kombiniert Messwerte mit Videoaufnahmen, um zu zeigen, wie die Bewegungen der Athleten ihre Flugbahn und Laufzeiten beeinflussen. Parallel dazu überwachtProfessor Christian Schulz* in Echtzeit die Eistemperatur, um die Materialeigenschaften für maximale Leistung anzupassen.

Die Erfolge zeigten sich deutlich bei den Weltmeisterschaften 2025 in Whistler Mountain: Deutsche Rodler holten sieben Goldmedaillen – maßgeblich unterstützt durch die Forschung aus Mittweida. Durch Laserstrukturierung und präzise Materialbearbeitung werden die Gleitflächen der Schlitten weiter verfeinert, um die Reibung auf ein Minimum zu reduzieren.

Die Zusammenarbeit hat bereits messbaren Erfolg gebracht, mit Top-Platzierungen deutscher Athleten bei großen Wettbewerben. Durch die Kombination von Echtzeit-Daten, Materialforschung und Hochtechnologie-Messungen treibt das Team die Leistungsgrenzen im Schlittensport weiter voran. Künftige Entwicklungen könnten den Wettkampfsport nachhaltig prägen, während die Partnerschaft sich weiterentwickelt.