Suhl beschließt umstrittenen Windenergie-Ausbau in Südwestthüringen trotz Proteste
Hagen SieringSuhl beschließt umstrittenen Windenergie-Ausbau in Südwestthüringen trotz Proteste
Öffentliche Versammlung in Suhl beschließt umstrittenen Windenergie-Plan für Südwestthüringen
Bei einer öffentlichen Sitzung in Suhl wurde diese Woche ein neuer Entwurf für die Windenergienutzung in Südwestthüringen verabschiedet. Die Entscheidung sieht eine deutliche Ausweitung der ausgewiesenen Vorranggebiete für Windkraft vor – und stößt auf lokalen Widerstand. Rund 150 Anwohner aus der Rhön protestierten vor der Abstimmung mit einer schweigenden Mahnwache.
Der Regionalplanungsverband Südwestthüringen (RPG) traf sich am Mittwoch, um die zweite Fassung seines Regionalplans zu finalisieren. Die überarbeitete Version erhöht die für Windkraftanlagen vorgesehenen Flächen von 0,15 auf 1,7 Prozent der Gesamtfläche – das entspricht etwa 6.900 Hektar. Insgesamt wurden 40 konkrete Zonen ausgewiesen, davon sieben in der Rhön.
Vor der Sitzung hatte die Bürgerinitiative (BI) "Keine Windräder im Wald" aus Stadtlengsfeld zu einer "schweigenden Mahnwache" aufgerufen. Rund 150 Menschen folgten dem Aufruf und brachten ihre Bedenken gegen den Ausbau zum Ausdruck. Im Saal stimmten schließlich 21 Mitglieder für den Plan, während sich Landrat Robert Sesselmann (AfD) aus dem Landkreis Sonneberg und der parteilose Schalkauer Bürgermeister Mark Schwimmer dagegen aussprachen.
Die öffentliche Konsultationsphase beginnt am 18. Mai und läuft acht Wochen lang. Ein Teil dieses Zeitraums fällt jedoch in die Sommerferien, was die Beteiligung einschränken könnte.
Mit dem beschlossenen Plan sind nun 40 Vorranggebiete für Windkraft festgelegt. Bürger und lokale Initiativen haben acht Wochen Zeit, Stellungnahmen abzugeben – doch die Ferienzeit könnte die Resonanz dämpfen. Die Entscheidung ebnet den Weg für mögliche Windkraftprojekte in der gesamten Region.






