13 January 2026, 04:13

Thalia und sächsische Hochschulen vereinfachen Open-Access-Publikationen ohne Gebühren

Ein aufgeschlagenes Buch mit mehreren Blättern Papier obenauf, auf denen jeweils handgeschriebener Text steht.

Thalia und sächsische Hochschulen vereinfachen Open-Access-Publikationen ohne Gebühren

Neues Open-Access-Abkommen zwischen dem Konsortium der sächsischen Hochschulbibliotheken und der Thalia unterzeichnet

Das Konsortium der sächsischen Hochschulbibliotheken und die Thalia haben ein neues Open-Access-Abkommen geschlossen. Die auf zwölf Monate angelegte Vereinbarung ermöglicht es berechtigten Autor:innen, Bücher ohne die üblichen Buchbearbeitungsgebühren (Book Processing Charges, BPCs) zu veröffentlichen. Ziel der Partnerschaft ist es, den Publikationsprozess für Forscher:innen an sächsischen Hochschulen zu vereinfachen.

Das Konsortium, dem 16 Universitätsbibliotheken in Sachsen angehören, hat das Abkommen mit Thalia finalisiert. Vertreten durch die Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB), strebt der Verbund an, Open-Access-Publikationen zugänglicher zu gestalten. Simone Georgi, Leiterin der Bestandsentwicklung an der SLUB, betonte, dass es darum gehe, Forscher:innen unkomplizierte Arbeitsabläufe für Open-Access-Bücher zu bieten.

Die Vereinbarung umfasst eine breite Auswahl an Titeln aus den Geistes-, Sozial- und Verhaltenswissenschaften, darunter Werke der Verlage Routledge, CRC Press und weiterer Imprints von Thalia. Autor:innen, die an den teilnehmenden sächsischen Hochschulen affiliiert sind, können nun Open-Access-Bücher ohne BPCs veröffentlichen. Für andere Publikationen erhalten Konsortialmitglieder zudem einen Rabatt von 20 % auf die Standard-BPCs. Die Mittel für das Abkommen werden über ein von Thalia verwaltetes Vorauszahlungskonto abgewickelt, was den administrativen Aufwand für die Bibliotheken verringert. Die Vereinbarung verlängert sich automatisch jährlich, sofern keine der beiden Seiten kündigt.

Thalia fördert bereits seit Längerem Open-Access-Publikationen mit Optionen für eine schnelle Online-Veröffentlichung und höhere Sichtbarkeit. Daten des Verlags zeigen, dass Open-Access-Bücher zehnmal häufiger heruntergeladen und 2,4-mal öfter zitiert werden als nicht-open-access-Titel. Mit einer globalen Reichweite in über 200 Ländern sorgt der Verlag für eine weite Verbreitung von Forschungsergebnissen.

Das Abkommen beseitigt finanzielle Hürden für Autor:innen sächsischer Hochschulen, die Open-Access-Bücher veröffentlichen möchten. Durch die Straffung des Prozesses wollen das Konsortium und Thalia die Sichtbarkeit und Wirkung von Forschung stärken. Gleichzeitig reduziert die Vereinbarung den Verwaltungsaufwand für Bibliotheken und sichert den breiten Zugang zu wissenschaftlicher Arbeit.