Uli Hoeneß vollzieht Kehrtwende: Vom Scholz-Kritiker zum Merz-Unterstützer
Hagen SieringHoeneß macht Politiker verantwortlich und benennt seinen größten Albtraum - Uli Hoeneß vollzieht Kehrtwende: Vom Scholz-Kritiker zum Merz-Unterstützer
Uli Hoeneß, der einflussreiche ehemalige Präsident des FC Bayern München, hat in den letzten Wochen mit einer Reihe markanter politischer und wirtschaftlicher Aussagen von sich reden gemacht. Seine Äußerungen deuten auf einen klaren Kurswechsel hin – weg von der Kritik an Bundeskanzler Olaf Scholz, hin zu offener Unterstützung für CDU-Chef Friedrich Merz. Gleichzeitig spiegeln sie eine wachsende Frustration über die aktuelle wirtschaftliche Ausrichtung Deutschlands und die Arbeitsmarktpolitik wider.
Hoeneß begann mit scharfer Kritik an der Vorgängerregierung und der Gewerkschaft Verdi, die eine Verkürzung der Wochenarbeitszeit von 38 auf 35 Stunden vorantreibt. Das Vorhaben nannte er "unverständlich" und argumentierte, Deutschland müsse mehr und nicht weniger arbeiten, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Auch die Forderung von Außenministerin Annalena Baerbock nach einem Boykott der Fußball-WM 2026 wies er als "symbolischen politischen Unsinn" zurück.
Mit spürbarem Tonwechsel lobte er Friedrich Merz dafür, Deutschlands beschädigtes internationales Ansehen wiederherzustellen – ein deutlicher Kontrast zu seinen früheren Angriffen auf Scholz' Wirtschaftspolitik und dessen Umgang mit der Energiekrise. Zwar räumte Hoeneß ein, der Kanzler habe die globale Position des Landes verbessert, doch an der grundsätzlichen Politikrichtung übt er weiterhin Kritik.
Der umstrittene Ex-Funktionär distanzierte sich zudem klar von der rechtspopulistischen AfD, bekräftigte aber zugleich seine langjährige Ablehnung früherer Regierungen. In seinen jüngsten Aussagen deutete er sogar einen möglichen Abschied aus Deutschland an und erwähnte eine Wohnung in der Schweiz als möglichen Rückzugsort für seine Familie.
Hoeneß' aktuelle Statements unterstreichen eine politische Rechtswendung und tiefe Sorgen um die wirtschaftliche Zukunft Deutschlands. Seine Unterstützung für Merz und die Ablehnung kürzerer Arbeitszeiten spiegeln sein Plädoyer für strengere wirtschaftliche Disziplin wider. Ob seine Andeutungen eines Weggangs konkret werden oder nicht – seine Worte zeigen eine zunehmende Unzufriedenheit mit der Entwicklung des Landes.






