20 January 2026, 09:45

Warnstreik legt Autobahnverwaltung im Südwesten lahm – Gewerkschaften fordern 7 Prozent mehr Lohn

Eine große Gruppe von Menschen steht vor einem Gebäude in Berlin, hält Schilder, mit Barrikaden, Fahrrädern, Laternen, Schildern, Bäumen und Gras auf dem Boden, unter einem sichtbaren Himmel.

Streikwarnungen im Südwesten: Gibt es Probleme auf den Autobahnen? - Warnstreik legt Autobahnverwaltung im Südwesten lahm – Gewerkschaften fordern 7 Prozent mehr Lohn

Gewerkschaftsmitglieder im Südwesten Deutschlands werden am Dienstag, dem 20. Januar 2026, zu einem Warnstreik aufrufen. Betroffen ist die Autobahn GmbH, das Unternehmen, das für die Verwaltung des deutschen Autobahnnetzes zuständig ist. Die Beschäftigten fordern höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen an mehreren Standorten.

Der von den Gewerkschaften Verdi und dbb organisierte Streik wird an verschiedenen wichtigen Standorten in Baden-Württemberg stattfinden. Betroffen sind unter anderem Stuttgart, Heilbronn, Mannheim und Freiburg. Erwartet wird die Teilnahme von Mitarbeitenden einer Verkehrs- und Tunnelüberwachungszentrale in Stuttgart sowie von 15 Autobahnmeistereien.

Die Autobahn GmbH ist allein in der Südwestregion für rund 1.050 Kilometer Autobahn verantwortlich. Das Unternehmen beschäftigt dort etwa 1.000 Mitarbeitende, wobei die genaue Zahl der Streikteilnehmenden noch unklar ist. Bundesweit beschäftigt das Unternehmen rund 14.000 Beschäftigte, hinzu kommen Tausende weitere in der Landesstraßeninstandhaltung. Die Gewerkschaften fordern eine Lohnerhöhung von 7 Prozent für alle 15.000 Autobahn-GmbH-Beschäftigten in ganz Deutschland. Zudem verlangen sie eine monatliche Mindesterhöhung von 300 Euro. Mit dem Warnstreik soll Druck auf das Unternehmen ausgeübt werden, um diese Forderungen durchzusetzen.

Die Arbeitsniederlegung wird den Betrieb an zentralen Stellen der Autobahnverwaltung beeinträchtigen. Sollte der Streik erfolgreich sein, könnte dies zu höheren Löhnen für die Belegschaft der Autobahn GmbH führen. Weitere Verhandlungen zwischen den Gewerkschaften und dem Unternehmen werden voraussichtlich folgen.