Spielwarenmesse - Erwachsene gewinnen an Bedeutung - Warum immer mehr Erwachsene zu Puzzles und Actionfiguren greifen
Spielzeug ist längst nicht mehr nur etwas für Kinder. In vielen Märkten machen Erwachsene mittlerweile 30 Prozent der Spielzeugverkäufe aus und verändern die Branche damit grundlegend. Ob Puzzles oder Sammelfiguren – ältere Käufer treiben die Nachfrage nach Produkten voran, die einst für ein jüngeres Publikum gedacht waren.
Hinter diesem Wandel steht der Trend, dass immer mehr Erwachsene zu Spielen und Spielzeug greifen, um abzuschalten oder Kindheitserinnerungen aufleben zu lassen. Viele sehen darin eine Möglichkeit, sich von Bildschirmen zu lösen und zu alten Beschäftigungen zurückzukehren. Andere bevorzugen kleine, freudvolle Anschaffungen statt teurer Urlaube oder großer Investitionen.
Besonders stark gewachsen ist der Markt für Puzzles: Im vergangenen Jahr stiegen die Verkäufe um 19 Prozent. Im Trend liegen vor allem anspruchsvolle Motive und thematische Sets, die speziell auf Erwachsene zugeschnitten sind. Auch Brettspiele, Actionfiguren und kreative Bastel- und HobbySets finden bei älteren Käufern zunehmend Anklang.
Der Handel reagiert darauf. Die französische Kette Müller hat bereits Filialen eröffnet, die sich ausschließlich an Erwachsene richten. Und die Nürnberger Spielwarenmesse – die größte der Welt – hat in diesem Jahr ihr Angebot erweitert, um mehr Produkte für Jugendliche und Erwachsene zu präsentieren.
Das Wachstum in diesem Segment übertrifft mittlerweile andere Bereiche des Spielzeugmarkts. Hersteller und Händler passen sich schnell an, um die steigende Nachfrage zu bedienen.
Der Trend zeigt keine Anzeichen einer Verlangsamung. Immer mehr Erwachsene kaufen Spielzeug – und treiben die Branche so zu neuen Innovationen. Mit speziellen Läden und maßgeschneiderten Produkten entwickelt sich der Markt weiter, um diese wachsende Kundengruppe gezielt anzusprechen.