Weihnachten im Gefängnis: Basteln, Kochen und Familienbesuche - Weihnachten im Gefängnis: Basteln, Kochen und Familienbesuche
Gefängnisse in Sachsen führen Sondermaßnahmen ein, um Häftlingen ein würdevolles Weihnachtsfest zu ermöglichen
In sächsischen Justizvollzugsanstalten werden besondere Initiativen umgesetzt, damit Inhaftierte die Weihnachtszeit mit einem Gefühl von Würde erleben können. Zu den neuen Angeboten zählen festliche Mahlzeiten, verlängerte Besuchszeiten für Familien sowie saisonale Aktivitäten, die den Alltag hinter Gittern in der Feiertagszeit erleichtern sollen.
Rund 2.910 Gefangene – darunter 2.684 Männer und 226 Frauen – erhalten die Möglichkeit, an den Feierlichkeiten teilzunehmen. Die Häftlinge können Advents- und Weihnachtsgottesdienste besuchen, an festlichen Zusammenkünften teilnehmen und an den Feiertagen traditionelle Festtagsmenüs wie Braten genießen. Justizministerin Constanze Geiert betonte, dass die Weihnachtszeit für Inhaftierte und ihre Angehörigen besonders belastend sein könne.
Um den Gefangenen eine sinnstiftende Erfahrung zu ermöglichen, organisieren die Anstalten Sportevents, Bastelworkshops und Kochkurse. Erweiterte Besuchszeiten sowie Weihnachtsfeiern für Familien sollen es den Inhaftierten zudem ermöglichen, mehr Zeit mit ihren Angehörigen zu verbringen. Allerdings kommen bestimmte Vergünstigungen wie vorzeitige Entlassungen nicht für Verurteilte infrage, die wegen Mordes oder Sexualdelikten einsitzen oder in jüngster Zeit disziplinarisch auffällig wurden. Ziel ist es, vorweihnachtliche Stimmung mit den Erfordernissen der Sicherheit in Einklang zu bringen und eine strukturierte, betreute Teilhabe zu gewährleisten.
Die Maßnahmen sollen eligible Gefangenen ein menschlicheres Weihnachtserlebnis bieten. Zwar können nicht alle Häftlinge sämtliche Angebote nutzen, doch das Programm zeigt das Bestreben, die emotionalen Herausforderungen eines Weihnachtsfests hinter Gittern anzuerkennen. Die Initiativen laufen während der gesamten Feiertagszeit in sächsischen Gefängnissen.