Wiesbaden ehrt neun Karnevalshelden mit dem Stadtorden für jahrelanges Engagement
Elfriede WielochWiesbaden ehrt neun Karnevalshelden mit dem Stadtorden für jahrelanges Engagement
Wiesbaden ehrt Karnevalsengagierte mit höchster städtischer Auszeichnung
Die Stadt Wiesbaden hat das jahrelange Engagement lokaler Karnevalsvereinsmitglieder gewürdigt und ihnen die höchste städtische Ehrung zuteilwerden lassen. Bei einer Feierstunde im Rathaus überreichte Oberbürgermeister Gerd-Uwe Mende neun verdienten Persönlichkeiten aus den AKK-Stadtteilen den Stadtorden. Die Auszeichnungen würdigen ihren langjährigen Einsatz für Veranstaltungen, Aufführungen und das Gemeinschaftsgefühl in der Region.
Die Geehrten stammen aus drei aktiven Karnevalsvereinen – jeweils einer aus den Stadtteilen Amöneburg, Kastel und Kostheim. Jede der ausgezeichneten Personen wurde für ihr besonderes Engagement bei der Bewahrung von Traditionen durch Musik, Tanz und Organisationsarbeit ausgewählt.
Die Verleihung fand im Wiesbadener Rathaus statt, wo Oberbürgermeister Mende die Auszeichnungen persönlich übergab. Zu den Geehrten zählt Sabine Schorsch, die für ihr Wirken beim Karnevalclub Rote Husaren-Kostheim 1952 ausgezeichnet wurde. Sie organisierte regelmäßig Proben und unterstützte die aktiven Mitglieder des Vereins, um einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltungen zu gewährleisten.
Julia Leineweber erhielt die Auszeichnung für ihre Tätigkeit als Tänzerin und Trainerin bei der Castello Musikshow 2004 e.V. Ihre Beiträge prägten nicht nur die Auftritte des Vereins, sondern halfen auch, jüngere Mitglieder anzuleiten. Dunja Weber wurde ebenfalls für ihre Arbeit als Tanzmajorette und Trainerin bei der Jokusgarde 1889 e.V. gewürdigt, wo sie maßgeblich dazu beitrug, die energiegeladenen Choreografien der Gruppe aufrechtzuerhalten.
Der Wagenbauer Karl-Heinz Hoch wurde für sein handwerkliches Geschick beim Casino zum Frohsinn KMV 1866 geehrt. Seine filigranen Entwürfe bereichern seit Jahren die örtlichen Umzüge. Wolfgang Bender hingegen wurde für sein Engagement bei den Käsbachfinken Kostheim ausgezeichnet, wo er sich um die Bühnenaufbauten kümmerte und als Sänger auftrat.
Der Veranstalter Florian Kasper erhielt Anerkennung für seine Arbeit beim Karneval Club Woi-Geister Kostheim e.V., insbesondere für die Organisation des jährlichen Burgfestes und des Weihnachtsmarktes. Jan Stauder wurde für seine Unterstützung des Gesangvereins Harmonie 1854 e.V. ausgezeichnet, darunter seine Mitwirkung bei der traditionellen Metzelsuppe-Veranstaltung und die technische Betreuung der Auftritte.
Die neun Geehrten vertreten jeweils einen der drei Vereine aus Amöneburg, Kastel und Kostheim – ein Beleg für die weitverbreitete Karnevalskultur in der Region. Der Stadtorden ist ein offizieller Dank für ihre jahrelange ehrenamtliche Arbeit, die lokale Feste bereichert und den Zusammenhalt in der Gemeinschaft stärkt.
Die Auszeichnungen unterstreichen die unverzichtbare Rolle der Ehrenamtlichen für das Wiesbadener Karnevalsgeschehen. Ohne ihr Engagement wären viele langjährige Traditionen – von Umzügen bis zu Bühnenprogrammen – in ihrer Existenz bedroht. Die Würdigung der Stadt zeigt, wie individueller Einsatz diese kulturellen Events für kommende Generationen lebendig hält.






