Socken und Playdough gegen Schneebälle unter Pferdehufen? - Wintertauglich: Wie Pferde sicher durch Schnee und Eis kommen
Winterwetter kann für beschlagene Pferde zum Problem werden
Schnee und Eis, die sich unter den Hufen von Pferden verklumpen, bereiten im Winter oft Schwierigkeiten. Viele Besitzer greifen zu selbstgebastelten Lösungen – doch Experten warnen, dass diese weder sicher noch wirksam sein könnten. Eine Hufschmiedin und eine Tierschutzexpertin erklären, wie Pferde bei Kälte artgerecht gehalten werden können.
Feuchter Schnee bleibt an Hufeisen haften und gefriert zu schweren Klumpen, die den Tieren das Laufen erschweren. Manche Besitzer versuchen, mit Hausmitteln wie Klebeknete, Plastikteilen oder sogar Socken das Anhaften von Schnee zu verhindern. Doch Christiane Müller, Tierschutzbeauftragte der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN), stellt infrage, ob solche Methoden wirklich helfen – oder dem Pferd sogar schaden könnten.
Müller empfiehlt stattdessen zwei bessere Alternativen: spezielle Schneegreifer anbringen oder die Hufeisen ganz entfernen. Hufschmiedin Iris Rechrift kann vor Winterbeginn Schneepads oder Eisspikes montieren, die gefährliches "Schneeballen" unter den Hufen verhindern. Zwar birgt winterliches Wetter Risiken für beschlagene Pferde, doch gesunde Tiere kommen mit Kälte in der Regel gut zurecht. Viele genießen sogar das Spielen im frischen Schnee – vorausgesetzt, sie haben Schutz vor anhaltendem Wind und Eisregen. Experten raten, Aufenthalte im Freien bei extremen Bedingungen einzuschränken, es sei denn, es gibt ausreichenden Schutz.
Fachgerechter Beschlag und die richtige Winterpflege ermöglichen es Pferden, sich auch im Schnee sicher zu bewegen. Selbstgebastelte Lösungen mögen schnell umsetzbar sein, doch professionelle Ansätze bieten zuverlässigeren Schutz. Pferdebesitzer sollten sich rechtzeitig mit ihrer Hufschmiedin abstimmen, um Hufprobleme in der kalten Jahreszeit zu vermeiden.