Baugewerbe schafft Gleichstand: Ost-Löhne erreichen West-Niveau
Historischer Tarifkompromiss: Baugewerbe gleicht Löhne in Ost und West an
Die deutsche Bauwirtschaft hat eine richtungsweisende Vereinbarung zur Angleichung der Löhne zwischen den ost- und westdeutschen Regionen getroffen. Zum ersten Mal seit Jahrzehnten erhalten Beschäftigte im ganzen Land für dieselbe Arbeit denselben Lohn. Gewerkschaftsvertreter bezeichnen den Schritt als historischen Durchbruch.
Das neue Tarifabkommen sieht eine Lohnerhöhung von 5,3 Prozent in Ostdeutschland vor – deutlich mehr als die 3,9 Prozent, die Beschäftigte in Westdeutschland erhalten. Damit wird das Prinzip "Ein Land, ein Lohn, ein Gehalt" umgesetzt und die jahrzehntelangen regionalen Lohnunterschiede beseitigt.
Carsten Burckhardt, stellvertretender Vorsitzender der Gewerkschaft IG BAU, lobte die Einigung als "Wendepunkt für mehr Gerechtigkeit in der Branche". Die Bauwirtschaft beschäftigt bundesweit rund 920.000 Menschen, davon über 600.000 in Westdeutschland.
Die aktuelle Vereinbarung gilt bis zum 31. März 2027 und sorgt so für Planungssicherheit bei Arbeitnehmern und Arbeitgebern. Mit der Anpassung erreichen die Löhne in Ostdeutschland erstmals das Niveau des Westens. Bauarbeiter in ganz Deutschland verdienen nun für vergleichbare Tätigkeiten gleiche Gehälter. Zudem bietet der Tarifvertrag langfristige Stabilität, da die Regelungen bis 2027 festgeschrieben sind.






