07 May 2026, 04:16

Berlin ehrt Margot Friedländer mit Platzbenennung und debattiert Maikundgebungen

Denkmal für Holocaust-Opfer in einem Stadtplatz mit einem Baum, Topfpflanze, verstreuten trockenen Blättern und umliegenden städtischen Elementen.

Berlin ehrt Margot Friedländer mit Platzbenennung und debattiert Maikundgebungen

Berlin ehrt Holocaust-Überlebende Margot Friedländer mit Platzbenennung

Am Mittwoch wird Berlin der Holocaust-Überlebenden Margot Friedländer mit der feierlichen Benennung eines Platzes nach ihr gedenken. Die Veranstaltung beginnt um 9:00 Uhr im Plenarsaal des Abgeordnetenhauses, gefolgt von der Enthüllung des neuen Namensschilds. Unterdessen werden die Abgeordneten die Maikundgebungen vom 1. Mai aufarbeiten, bei denen trotz überwiegend friedlichem Verlauf Dutzende vorläufig festgenommen wurden.

Der Platz vor dem Abgeordnetenhaus trägt künftig den Namen von Margot Friedländer, die seit 2020 Ehrenbürgerin Berlins ist. Der regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) wird ihr während der Morgenfeier die Ehre erweisen. Nach den Ansprachen wird das offizielle Namensschild in ihrem Beisein enthüllt.

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Im Anschluss findet um 11:00 Uhr – eine Stunde später als üblich – eine Plenarsitzung des Abgeordnetenhauses statt. Thema sind die Feiern und Proteste am 1. Mai, die die Polizei als weitgehend friedlich einstuft. Dennoch wurden rund 120 Strafverfahren eingeleitet, unter anderem wegen Verstößen gegen die öffentliche Ordnung, Körperverletzung, Sachbeschädigung, Beleidigung und sexueller Belästigung.

Während der Kundgebungen waren mehrere Dutzend Personen vorübergehend in Gewahrsam genommen worden. In der Sitzung wird analysiert, wie die Demonstrationen abliefen und wie die Polizei reagierte.

Die Umbenennung des Platzes ist eine dauerhafte Würdigung von Friedländers Vermächtnis. Die parlamentarische Debatte widmet sich den Vorfällen vom 1. Mai, darunter den Festnahmen und mutmaßlichen Straftaten. Beide Veranstaltungen unterstreichen Berlins Bemühungen, sich mit der eigenen Geschichte auseinanderzusetzen und gleichzeitig die öffentliche Ordnung zu wahren.

Quelle