28 April 2026, 10:44

Mainz bekommt Haushalt 2026 genehmigt – doch nur mit radikalen Sparmaßnahmen und scharfer ADD-Kritik

Großes modernes Gebäude mit vielen Fenstern, identifiziert als Deutsche Bank Hauptsitz in Frankfurt, Deutschland, umgeben von städtischer Infrastruktur einschließlich Straßenlaternen, Fahrzeugen, Bäumen und einem bewölkten Himmel.

Mainz bekommt Haushalt 2026 genehmigt – doch nur mit radikalen Sparmaßnahmen und scharfer ADD-Kritik

Mainz erhält grüne Ampel für Haushalt 2026 – doch nur mit drastischen Kürzungen und scharfer Kritik der ADD

Die Stadt Mainz hat die Genehmigung für ihren Haushalt 2026 erhalten, allerdings erst nach massiven Einschnitten und deutlichen Warnungen der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD). Die Landesbehörde strich geplante Investitionen und Kreditaufnahmen zusammen und bezeichnete die ursprünglichen Finanzprognosen der Stadt als unrealistisch. Trotz der Auflagen werteten die städtischen Verantwortlichen das Ergebnis als Schritt voran in ihren Konsolidierungsbemühungen.

Die ADD erteilte die Zustimmung vor allem, um eine vollständige Ablehnung durch das rheinland-pfälzische Innenministerium zu vermeiden. Doch die Freigabe ist mit harten Kürzungen verbunden: Die geplanten Investitionen wurden von 306 Millionen Euro auf lediglich 75 Millionen Euro reduziert. Zudem erklärte die Behörde die Kreditplanungen der Stadt für die kommenden Jahre für nicht genehmigungsfähig.

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Nach dem überarbeiteten Plan wird Mainz 2026 nun rund 395,4 Millionen Euro neu aufnehmen und bis 2029 voraussichtlich etwa 1,1 Milliarden Euro. Die ADD kritisierte diese Zahlen als "kaum vertretbar" und forderte eine realistischere Finanzplanung für die Zukunft. Zudem lehnte sie es ab, dass Mainz alle geplanten Investitionen bereits bis Mitte April umsetzen könnte – dieser Zeitrahmen sei schlicht unrealistisch.

Mainz, Mitbegründer des Bündnisses "Für die Würde unserer Städte", setzt sich seit Langem für eine Nettoentlastung der Kommunen in Höhe von 32 Milliarden Euro ein. Trotz der Haushaltszwänge präsentierte die Stadtführung die Genehmigung als Erfolg in ihren laufenden Bemühungen um finanzielle Stabilisierung.

Der bewilligte Haushalt zwingt Mainz, seine Ausgaben- und Kreditpläne deutlich zurückzufahren. Die Entscheidung der ADD unterstreicht die finanziellen Herausforderungen der Stadt, während die Verantwortlichen weiterhin für eine stärkere Unterstützung der Kommunen werben. Künftige Haushalte werden nun strengere Kontrollen und vorsichtigere Prognosen erfordern.

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