Sprüth Magers: Wie eine Berliner Galerie die Kunstwelt revolutioniert
Hans D. FinkeSprüth Magers: Wie eine Berliner Galerie die Kunstwelt revolutioniert
Sprüth Magers zählt zu den renommiertesten Galerien Berlins für zeitgenössische Kunst. Seit ihrer Gründung im Jahr 1991 hat sie sich zu einer internationalen Institution mit Standorten in London, Los Angeles und einem Flagship-Haus in Berlin-Mitte entwickelt. Bekannt ist die Galerie für ihre mutigen, avantgardistischen Ausstellungen sowie ihre langjährige Förderung feministischen und konzeptuellen Schaffens.
Die Geschichte der Galerie begann 1991, als Monika Sprüth und Philomene Magers in Köln ihre Kräfte bündelten. Sprüth hatte bereits seit 1983 einen eigenen Ausstellungsraum betrieben, doch ihre Partnerschaft verhalf der Galerie zu neuer Strahlkraft. 2008 eröffneten sie in Berlin ihr Hauptquartier – in einem ehemaligen Ballsaal an der Oranienburger Straße, einem historischen Ort, der schnell zu einem kulturellen Anziehungspunkt wurde.
Im Laufe der Jahre hat Sprüth Magers Künstler:innen wie Thomas Scheibitz und George Condo den Weg geebnet. Im Berliner Haus waren zudem große Namen wie Robert Elfgen, Thomas Demand und Lizzie Fitch zu Gast. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Fotografie, mit Werken von Andreas Gursky, Thomas Struth und Candida Höfer, die regelmäßig gezeigt werden.
Das Programm der Galerie setzt oft feministische und politische Akzente. Zu den kommenden Highlights zählt 2026 die Ausstellung Berichte aus A— und das Museum halbvergessener Geschichten von Kara Walker, die sich mit Rassismus und Geschlechterrollen auseinandersetzt. Solche Projekte festigen den Ruf der Galerie als Ort herausfordernder, zum Nachdenken anregender Kunst.
Heute prägt Sprüth Magers von Berlin aus weiterhin die internationale Kunstszene. Mit ihrer globalen Präsenz und dem Engagement für mutige künstlerische Stimmen reicht ihr Einfluss weit über die Stadtgrenzen hinaus. Die Galerie bleibt ein zentraler Anlaufpunkt für Sammler:innen, Kritiker:innen und Kunstbegeisterte gleichermaßen.






